Für die Handballfrauen des HSC 2000 Magdeburg bleibt die Lage auch nach dem 14. Spieltag der 2. Bundesliga Nord weiter prekär. Das Team von Trainer Grzegorz Subocz vergab am vergangenen Samstagabend vor heimischer Kulisse einen wahrhaftigen "Bigpoint" gegen die Nachbarn vom SV Union Halle-Neustadt und wartet so weiterhin auf den ersten Sieg im Jahr 2011. Zwar konnten die Elbestädterinnen bei der schmerzlichen 23:25 (12:11)-Niederlage das Spiel bis sieben Minuten vor Ende für sich gestalten, scheiterten in der Schlussphase jedoch an der eigenen Nach-lässigkeit.

Magdeburg. Das elfte Sachsen-Anhalt Derby bot für die Zuschauer in der Barleber Mittellandhalle bereits von Beginn an, was man sich von so einem Prestige-Duell erwartet kann – viel Spannung. Beide Teams begannen auf Augenhöhe, wobei sich die Gäste von der Saale zunächst effizienter in der Chancenauswertung präsentierten und folglich nach drei Minuten mit 3:1 führten.

Doch wie bereits in der Vorwoche konnten sich die Elbestädterinnen schnell steigern und boten vor allem in der Offensive eine gute Leistung, wobei vor allem vom Rückraum jede Menge Torgefahr ausging, so dass die Partie beim 3:3 (5.) schnell wieder offen war.

Zwar konnten die "Wildcats" aus Halle zunächst immer vorlegen, doch folgte dem prompt der Ausgleich durch den Gastgeber. Mit zunehmender Spielzeit wurde auch der Positionsangriff des HSC besser, wobei man im Abschluss mehrfach mit dem Pfosten haderte. Zwar präsentierte sich auch die Deckung erneut in einer guten Verfassung, doch offenbarten sich vor allem im Deckungszentrum deutliche Schwächen gegen den Kreisläufer, so dass Halle nach 17 Minuten beim 7:5 erstmals mit zwei Treffern in Front gehen konnte.

Dennoch blieben die Magdeburgerinnen am Ball und konnten dank einer Leistungssteigerung sowie einer erhöhten Präzision im Abschluss beim 8:8 (19.) durch Josefine Mendler ausgleichen, ehe Anja Schröder per Strafwurf zum 9:8 (21.) erhöhte.

In der Schlussphase des ersten Durchgangs wurde die Partie dann etwas rauer, wobei sich Anne Hofmeister im HSC-Gehäuse davon nicht beirren ließ und mit tollen Paraden ihr Team auch weiter auf Erfolgskurs hielt. Lediglich die etwas nachlässige Chancenverwertung ihrer Vorderleute hinderte bis zur Pause eine deutlichere Führung, so dass es mit 12:11 recht knapp in die Pause ging.

Dies änderte sich zunächst direkt nach Wiederanpfiff, da sich die Elbestädterinnen nun effizienter im Torabschluss zeigten und schnell auf 15:12 (35.) erhöhten. Diesen Zwei-Tore-Vorsprung hielten die "Bandits" bis zum 17:15 (41.), verpassten es aber in dieser Phase mehrfach, trotz guter Chancen den Vorsprung zu erhöhen. Stattdessen sorgten zwei Fehler in Folge für den prompten Ausgleich der Gäste.

So blieb die Partie auch weiter spannend, wobei Hofmeister ihre gute Leistung aus dem ersten Durchgang weiter bestätigte und mit ihren Paraden großen Anteil daran hatte, dass die Subocz-Sieben bis zum 21:19 (52.) erneut auf zwei Tore enteilen konnte.

Doch auch die Gäste reagierten und stellten ihre Deckung nun auf eine 5:1 um, wobei sie in der Folgezeit auch noch von zwei Zeitstrafen gegen die "Bandits" profitierten und in doppelter Überzahl durch Jurate Kiskyte zum 22:22 (54.) Ausgleich kamen.

Im Stil einer Spitzenmannschaft setzte die Kühr-Sieben nun nach und bestrafte jeden der folgenden Ballverluste des HSC mit einem Gegentor. Drei weitere Treffer von Kiskyte versetzten den Elbestädterinnen bis zum 22:25 (59.) schließlich den finalen Schlag, so dass Anne Hubinger mit ihrem siebten Treffer zum 23:25 (60.) lediglich noch Ergebniskosmetik betreiben konnte.

HSC 2000: Hofmeister, Schache, Heppner – Hubinger 7/1, Vogel 6/1, Schröder 5/4, Mendler 1, Maue 1, Göpel 1, Sachse 1, Seeger 1, Bange, Schüler.