Es war ein Spitzenspiel, das diesen Namen durchaus verdiente. In einer hart umkämpften Partie trotzte TuS 1860 Magdeburg dem vermeintlichen Staffelfavoriten TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens ein 2:2-Unentschieden ab. Die Neustädter mussten dabei 20 Minuten in Unterzahl agieren.

NeueNeustadt l "Wir haben die erste Viertelstunde gut gespielt. Haben genau das gemacht, was wir wollten, ließen mit einem schönen Kurzpassspiel Ball und Gegner laufen. Wenn gleich daraus nicht so viele Torchancen resultierten", fasst TuS 1860-Trainer Tino Beyer die viel versprechende Anfangsphase zusammen. So kamen die Neustädter schwungvoll aus der Kabine. Folgerichtig auch der frühe Führungstreffer. Nach einer einstudierten Standardsituation vollendete der gut aufgelegte Michel Dolke (8. Minute).

Das Tor verlieh TuS auf dem heimischen Sportplatz an der Zielitzer Straße allerdings keine zusätzliche Sicherheit, ganz im Gegenteil. Kleinmühlingen/Zens wurde nun stärker und drehte die Partie. Zunächst gelang Kevin Junge ebenfalls nach einem Standard der Ausgleich (17.).

Die Neustädter waren nun komplett verunsichert. Zehn Minuten später jubelten erneut die Gäste. Andreas Kirchhoff erzielte aus dem Gewühl heraus die Führung. "Nach dem ersten Gegentor haben wir völlig den Faden verloren. Wichtig war, dass wir noch der vor der Pause wieder zurück in die Partie gefunden haben", erläutert Beyer.

Wenn es spielerisch nicht läuft, dann muss eben ein Standard herhalten. So besorgte Fabian Jahnel für die Neustädter das 2:2 (38.). Der in dieser Phase etwas glückliche Ausgleich verlieh TuS 1860 neuen Schwung. Die Gastgeber wurden nun wieder deutlich gefährlicher.

Nach dem Seitenwechsel spielte allerdings zunächst nur Kleinmühlingen. Die Beyer-Elf verlegte sich auf das Kontern und hatte gleich zweimal Pech, dass Dolke jeweils aus spitzem Winkel knapp verbei schoss. Das Spiel wurde Mitte der zweiten Halbzeit zunehmend ruppiger. Der Spielfluss wurde durch zahlreiche Fouls auf beiden Seiten gestört.

Negativer Höhepunkt aus Sicht der Gastgeber dann die 71. Minute. Pascal Kirschner steht zum Einwurf bereit und will das Spiel schnell machen. Ein kurzer Rempler und Kirschner trifft mit dem Ball einen Kleinmühlinger der einen Meter vor ihm steht. Schiedsrichter Steffen Wozny erkannte in dieser Situation eine Tätlichkeit und ahndete diese mit der Roten Karte.

Trotz Unterzahl versteckten sich die Neustädter nicht, sie machten nun sogar wieder das Spiel. Kleinmühlingen/Zens konnte dagegen die numerische Überzahl nicht nutzen. TuS zeigte nun seine Kämpferqualitäten und warf noch einmal alles nach vorne, wollte die Partie für sich entscheiden. Die beste Gelegenheit vergab Johannes Meyer kurz vor dem Schlusspfiff. Sein Schuss aus 16 Metern ging knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei.

"Insgesamt waren wir im zweiten Spielabschnitt die bessere Mannschaft. Das Kurzpassspiel funktionierte phasenweise wieder. Ärgerlich, dass uns ein weiterer Treffer verwehrt blieb", so Tino Beyer.

TuS 1860 Magdeburg: Ryll - Hohmann, Fischer, F. Jahnel, Kirschner, Meyer, Niemann, Schulz, Busse, Dolke, Wittemann (53. D. Jahnel) Tore: 1:0 Dolke (8.), 1:1 Junge (17.), 1:2 Kirchhoff (27.), 2:2 F. Jahnel (38.). Rote Karte: Kirschner (TuS 1860/ 71.).

 

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