Magdeburg l Von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches Spiel. Der Gastgeber hatte in den ersten Minuten mehr vom Spiel, die erste Möglichkeit besaß jedoch der Club. Tim Michael schloss ein Dribbling am Strafraum mit einem wuchtigen Distanzschuss ab, der jedoch zu unplatziert war. Die jungen Löwen ihrerseits kamen in der 10. Spielminute nach einer Ecke zu ihrer ersten Chance. Der folgende Kopfball verfehlte jedoch das Gehäuse von Keeper Eric Gründemann.

Fortan waren die Elbestädter besser im Spiel, ließen die Braunschweiger im Angriff nicht mehr zur Entfaltung kommen. In der 29. Minute hatte dann Club-Angreifer Tim Queckenstedt nach einer guten Balleroberung im Mittelfeld und schnellem Umkehrspiel die größte Chance, scheiterte jedoch mit seinem Schuss am gut reagierendem Braunschweiger Keeper.

Dies sollte sich rächen. Nur drei Minuten später konnte die Abwehr um Kapitän Sebastian Hey einen langen Ball nicht weiträumig genug klären, so dass Ayodele Max Adeluta die Eintracht nach 32 Minuten mit 1:0 nach vorn brachte.

Möglichkeiten, noch vor der Pause den Ausgleich zu erzielen, gab es dann für die Magdeburger zur Genüge. Doch sowohl Florian Krüger (32.) als auch Queckenstedt (37.) zielten nicht genau genug, vergaben ihre Chancen.

Der zweite Durchgang bot den zahlreichen Zuschauern alles, was Fußball ausmacht. Direkt nach Wiederanpfiff zeigte der Schiedsrichter nach Handspiel eines Braunschweiger Verteidigers im Strafraum völlig zu Recht auf den Elfmeterpunkt. Hey übernahm die Verantwortung, scheiterte sowohl mit dem Strafstoß als auch mit dem Nachschuss am glänzend reagierenden Birjukov.

Doch wer dachte, dass die Club-Jungs nun völlig aufstecken würden sah sich getäuscht. Fortan spielte nur noch die Kurth-Elf und belohnte sich nur zwei Minuten später mit dem überfälligen Ausgleich. Krüger bediente Queckenstedt im Rückraum, der das erste Tor für den FCM in der neuen Liga erzielte.

Und so ging es weiter. In der 47. Minute führte ein schöner Angriff über Paul Grzega und Krüger, den wieder Queckenstedt überlegt abschloss, zur 2:1-Führung. In der 55. Minute dann die Vorentscheidung. Wieder eroberte Nils Schätzle im Mittelfeld den Ball, bediente Angreifer Queckenstedt, der vor dem Tor quer legte und Krüger das Privileg des dritten Tores überließ.

In der Folge wurden weitere gute Einschussmöglichkeiten durch Krüger und Emre Duman leichtfertig vergeben, bevor es die beiden in der 67. Minute besser machten und per Koproduktion das 4:1 erzielten.

Fast wäre es noch einmal spannend geworden, als nach einem Abwehrschnitzer der Elbestädter auf links der Braunschweiger Gian-Luca Kasumovic am langen Pfosten stehend das 2:4 markierte (68.). Jedoch spielte die ganze Mannschaft die Partie konzentriert zu Ende, so dass es beim 4:2-Auswärtserfolg aus Magdeburger Sicht blieb.

1. FC Magdeburg: Gründemann - Tasar, Harant, Hey, Müller, Grzega (70. Hartmann), Michael, Schätzle, Krüger (73. Celik), Queckenstedt (77. Pung)