Die Preussen haben am 3. Spieltag der Verbandsliga den ersten Dreier eingefahren, schlugen nach zweimaligem Rückstand den 1. FC Romonta in einem flotten Spiel am Ende mit 3:2, sind jetzt Tabellenachter.

Sudenburg l Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Sirko Müke aus Schönebeck fielen den Spielern und Verantwortlichen des MSV 90 Preussen einige Zentnerlasten von den Schultern, gelang doch nach zuvor zwei Niederlagen der erste Punktspiel-Sieg der Saison.

"Unsere Fehlerquote war einfach noch zu hoch. Im Defensivverhalten zeigten wir zu viele Unsicherheiten. Wir machten uns das Leben unnötig schwer, doch zeigte die Truppe Moral und bewies, dass sie intakt ist", war Preussen-Trainer Alexander Daul froh über den Dreier gegen einen spielstarken Gast.

Patrick Appel hatte mit seinem Ballverlust das 1:2 durch Romontas besten Mann, Alexander Gründler, eingeleitet (70. Minute). Nach torloser erster Hälfte, in der Glage auf der einen und Gründler auf der anderen Seite beste Gelegenheiten noch ausließen, brachte Gründler die Gäste nach schöner Vorarbeit von Max Binsker freistehend in Führung (51.).

Trainer Daul reagierte, brachte mit Florian Dethlefsen eine weitere Offensivkraft. Der zur Pause für Christopher Birke gekommene Daniel Trinh bediente Steve Röhl mit einer feinen Ballverlagerung auf links, und Preussens Angreifer erzielte mit Wut in Bauch und straffem Schuss ins lange Eck den schnellen 1:1-Ausgleich (56.).

Die Preussen drückten auf das zweite Tor, Romonta-Torwart Tretropp parierte Glages Direktabnahme (57.), ließ wenig später einen Schuss von Torjäger Philipp Glage prallen (61.). Da wirkte das 1:2 durch Gründler um so mehr wie eine kalte Dusche, doch berappelten sich die Gastgeber, kamen umgehend zum erneuten Ausgleich, als Dethlefsen eine Eingabe von Nils Oliver Göres zum 2:2 über die Linie drückte (71.).

Nur eine Minute später hatte Röhl nach schöner Vorarbeit von Göres und Dethlefsen bereits das 3:2 auf dem Fuß, doch lenkte Tretropp den Ball noch mit einer Hand zur Ecke. 120 Sekunden später hatte Röhl dann mehr Glück, als er einen mehrfach geblockten Ball aus dem Gewühl heraus zur Preussen-Führung in Gäste-Gehäuse setzte (74.).

Dethlefsen hatte das sogar 4:2 auf dem Schlappen, scheiterte aber an Tretropp (86.). Kapitän Göres ging mit Eifer und Übersicht in der Defensive voran, sicherte wichtige Bälle. Der durchbrechende Glage wurde auf dem Weg zum Tor durch Patrick Stamm von den Beinen geholt, der insgesamt gut, aber sehr großzügig agierende Referee Müke ließ auch das ohne persönliche Strafe gegen Stamm durchgehen.

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