Germania Olvenstedt, Vorjahresvierter der Staffel 2 der Fußball-Landesklasse, kam am 4. Spieltag zu Hause gegen den Aufsteiger HSV Medizin nur zu einem 2:2 (2:2)-Unentschieden. Ein Doppelpack von Andreas Bode reichte für die Gastgeber nicht zum Sieg.

Olvenstedt l "Medizin hat gut gespielt, sie waren sehr giftig und zweikampfstark", so Germanias Co-Trainer Bastian Müller. "Das Unentschieden war verdient und wir sind im Großen und Ganzen damit zufrieden".

Von Beginn an war das Spiel ausgeglichen. Olvenstedt ging nach fünf Minuten mit der ersten Chance in Führung. Torjäger Bode erzielte ein kurioses Tor: Der Standardspezialist brachte eine Ecke von der rechten Seite mit so viel Schnitt Richtung Tor, dass der Ball direkt in den Kasten von HSV-Keeper Enrico Kuplich segelte.

Nur drei Minuten später konterten die Gäste. Holger Franke spielte den Ball von der rechte Seite in die Mitte, der Schuss von Tino Schönberg knallte gegen die Latte. In der 10. Minute fiel der Ausgleich. Nach einem Freistoß der Mediziner bekamen die Gastgeber den Ball nicht geklärt. Der HSV blieb dran und spielte den Ball erneut in die Mitte, wo Franke aus kurzer Distanz einnetzte.

Wieder nur zwei Minuten später die erneute Führung für Germania: Bode schnürte den Doppelpack. Vorher setzte Kohrmann im Strafraum gut nach, der Ball sprang zurück zu Bode. Der Stürmer versenkte den Ball mit einem Flachschuss aus 16 Metern in der rechten Ecke. Für den Torjäger vom Dienst war es bereits das sechste Tor im vierten Liga-spiel.

Im Verlauf der ersten Hälfte gab es auf beiden Seiten weitere kleinere Chancen. Zunächst scheiterte Bode an seinem dritten Tor (23.). Wenig später hätte auch Franke sein zweites Tor erzielen können, Germania-Schlussmann Maik Wende passte aber auf (30.).

Die Schlussviertelstunde des ersten Durchganges gehörte dann den Gästen. Medizin hatte mehr Spielanteile und näherte sich immer mehr dem Ausgleich, die zwingenden Möglichkeiten fehlten aber. In der 41. Minute brachte die dritte Ecke am Stück aber doch den Ausgleich. Schönberg bekam den zunächst geklärten Ball vor die Füße und schoss direkt. Der abgefälschte Ball war für Wende nicht zu halten.

Die Partie war somit schon mit dem Halbzeitpfiff entschieden. In der zweiten Hälfte standen beide Mannschaften defensiv sehr gut und waren offensiv zu harmlos. Keine Mannschaft hatte mehr zwingende Möglichkeiten.

Die Hausherren, die im Derby eigentlich die drei Punkte mitnehmen wollten, machten erst in der Schlussphase wieder mehr: In der 88. Minute scheiterte Robert Puchowka aus spitzem Winkel am HSV-Keeper. In der Nachspielzeit brachte Kohrmann einen Freistoß-Hammer aus 25 Metern auf den Kasten, ein eigener Mitspieler stand aber im Weg und verhinderte die erneute Führung des Gastgebers.

Sebastian Krause, Co-Trainer der Mediziner, hatte sich den Auftritt seiner Mannschaft genauso vorgestellt: "Einen Punkt zu holen war das, was wir uns vorgenommen hatten. Wir wussten, dass es schwer wird. Wir sind aber durch den Derbysieg in der vergangenen Woche mit viel Schwung in die Partie gegangen." Besonders begeistert war Krause vom Kampfgeist seiner Mannschaft: "Nach den zwei dummen Gegentoren sind wir super zurückgekommen. Und wer zweimal gegen Olvenstedt zurückkommt, der hat einfach einen Punkt verdient."

Germania Olvenstedt: Wende - Grasse, Meinecke, Wrage (62. Reichert), Puchowka, Frank, Kohrmann, Bode, Bauerfeind, Hallbauer (85. Irrgang), Rosenberger

HSV Medizin: Kuplich - Lehmann, Schönberg, Wiebe, Worlich, Franke, Wawilow, Mußel, Kowal, Rrustemi (65. Klauer), Heise (83. Mai)

Tore: 1:0 Bode (5.), 1:1 Franke (10.), 2:1 Bode (12.), 2:2 Schönberg (41.)