Am 4. Spieltag der Fußball-Landesliga Nord kam der MSV Börde zu einem 2:2 (1:1) gegen den TuS Schwarz-Weiß Bismark. Liridon Spahija (44.) und Vincent Heitmann (90.) trafen für den Gastgeber. Christoph Grabau (5.) und Marcel Scheinhardt (85.) mit einem Eigentor für Bismark.

Stadtfeld l Der MSV nahm hingegen der Vorwoche drei Veränderungen vor und schickte mit Benjamin Lohse, Scheinhardt und L. Spahija drei neue Spieler ins Rennen.

Der Gastgeber brauchte wieder einmal einige Minuten, um in das Spiel zu kommen. Von Beginn an überließ Bismark dem Gastgebern den Ball, doch dieser wusste in der Anfangsphase nicht viel damit an zufangen.

Mit der ersten Möglichkeit im Spiel ging dann auch der Gast in Führung. Nach einem Ballverlust schaltete Bismark schnell um, konnte durch Grabau (5.), der aus Nahdistanz traf, in Führung gehen.

Bismark zog sich nun völlig zurück und überließ dem MSV das Mittelfeld. Doch die gutgestaffelte Abwehr der Altmärker ließ nicht viel zu. Bis auf einen schnell vorgetragenen Angriff über die rechte Seite, Berlin verpasste die Eingabe nur um Zentimeter, sprang nichts heraus.

So dauerte es bis zur 44. Minute, ehe die Stadtfelder durch L. Spahija zum Ausgleich kamen. Der sich bereits verletzungsbedingt auswechseln lassen wollende Stadtfelder schleppte sich mit nach vorn, wurde mustergültig von Daniel Stridde bedient und traf mit einem trockenen Schuss ins lange Eck zum 1:1.

Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild: Bismark lauerte auf Konter und die Ellrott-Elf beherrschte optisch das Spiel. Geduldig versuchte man sich vor das Tor der Gäste zu spielen. Doch viele Torraumszenen sprangen nicht herraus.

Mit der Herreinnahme von Neuzugang Sebastian Chlasta kam neuer Schwung in die MSV-Reihen. Dieser hatte auch gleich die Führung auf dem Fuß, doch sein Schuss aus aussichtsreicher Position strich am Bismark-Tor vorbei.

Der MSV drängte jetzt auf die Führung. Doch weder Daniel Zoll per Kopf noch Kapitän Martin Sommer mit einem Distanzschuss brachten ihre Chancen im Bismarker Gehäuse unter. So kam es, wie es kommen musste. Nach einem Stellungsfehler in der Defensive kam Bismark mit einem Konter auf der rechten Seite durch. Die Hereingabe von Torjäger Carlo Rämke drückte Scheinhardt über die Linie ins eigene Tor (85.).

Der MSV "schmiss" danach noch einmal alles nach vorn und wurde durch das sehenswerte Lupfertor von Heitmann in letzter Sekunde mit dem Ausgleich belohnt.

Bördes Coach Tobias Ellrott meinte nach der Begegnung: "Letztlich eine gerechte Punkteteilung. Wir haben hochverdient, aber auch glücklich den Ausgleich erzielt. Einen Sieg hatten wir nicht verdient. Dafür waren wir nicht kreativ und inspirativ genug."

Bismarks Coach Dirk Grempler sah das Geschehen im GutsMuths-Stadion der Landeshauptstadt so: "Das war für uns ein Punkteverlust, denn den Gegentreffer zum 2:2 haben wir in der fünften Minute der Nachspielzeit eingesteckt. Ich habe absolutes Unverständnis für diese lange Nachspielzeit. Es gab keine Verletzungspause. Außerdem hat der Schiedsrichter nur drei Minuten angezeigt."

MSV Börde: Weihmann - Scheinhardt, Liedtke, Sommer, Lohse, Heitmann, Leonhardt, L. Spahija (44. Wolff), J. Spahija, Stridde (70. Zoll), Berlin (61. Chlasta)