Die Post-Radballer bereiten sich auf den bevorstehenden Saisonstart vor. Mit dem langjährigen "Chef" der Stadtfelder Zweirad-Artisten, Klaus Kittler, sprach Volksstimme-Redakteur Hans-Joachim Malli.

Volksstimme: Hallo Herr Kittler, wie geht´s und wie läuft die Saisonvorbereitung bei den Radballern?

Ich bin total frustriert und an eine Saisonvorbereitung ist überhaupt nicht zu denken.

Was ist los?

Wir müssen in eine andere Sporthalle umziehen. Wir sind jetzt seit drei Jahren in der Sporthalle Roggengrund und müssen in die Sporthalle Gneisenauring. Beide Hallen sind nur ca. 900 Meter Luftlinie voneinander entfernt.

Das ist doch nicht schlimm. Ich als Fußballer nehme mein Ballnetz mit den fünf Bällen und gehe in die andere Halle.

Bei uns ist das etwas komplizierter. Wir haben 25 Radballräder, 14 Bandenteile, 2 Tore, eine Anzeigetafel, Sportbekleidung, Ersatzteile, Werkzeug, Tische, Stühle und Kleinteile. Das befindet sich alles in einem Geräteraum, den wir mit einer leichten Trennwand verschlossen haben.

Was ist da an den Hallen, der den Umzug erforderlich macht?

Beide Hallen sind baugleich und haben den DDR-Charme der achtziger Jahre mit einem Renovierungsrückstand von 20 Jahren. In die Sporthalle Roggengrund kommt der Polizei-SV und deshalb müssen wir in die Sporthalle Gneisenauring umziehen.

Wenn die Hallen baugleich sind, warum zieht der PSV nicht in den Gneisenauring?

Diese Frage habe ich an den Fachbereichsleiter Schule und Sport, Herrn Krüger, auch gestellt. Neben einigen Worthüllen sprach er von einer politischen Entscheidung.

Geht das auch konkreter?

Konkreteres war nicht zu erfahren. Aber unter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass sich die Stadt die Option für einen Verkauf ( der Boxclub hatte ja schon Anspruche angemeldet ) offen halten will.

Und was passiert dann?

Dann ziehen die Radballer wieder um.