Die Preussen sind dank des gestrigen 1:0-Erfolgs über die U 23 des Halleschen FC wieder Tabellendritter der Fußball-Verbandsliga. Das Tor des Tages erzielte Dethlefsen.

Sudenburg l Preussen-Coach Alexander Daul, gerade erst vom Urlaub zurückgekehrt, bewies ein glückliches Händchen. Keine vier Minuten im Spiel, köpfte der eingewechselte Florian Dethlefsen einen Göres-Freistoß gefühlvoll zum 1:0 über HFC-Keeper Hanf hinweg ins lange Eck (74.).

Beide Mannschaften boten ein starkes Spiel, das bis zur Schlussminute hin und her ging und im Gastgeber den nicht unverdienten Sieger fand. "Das war ein Spiel auf Augenhöhe, das viel Kraft gekostet hat. Der Wille hat letztlich zu unseren Gunsten entschieden", erklärte ein völlig heiserer Daul nach dem Schlusspfiff des umsichtigen Referees Sven Schweinefuß. Der Erfolg war insofern verdient, da sich die Hausherren in der Schlussphase noch mehrere hochkarätige Möglichkeiten erspielten, zudem in der Abwehr mit ihrer Routine gegen die pfeilschnellen Saalestädter bis auf wenige Ausnahmen zumeist die richtige Entscheidung trafen.

Ein Vorbild war dabei einmal mehr Kapitän Nils Oliver Göres, der nicht nur als Rechtsverteidiger glänzte, sondern in der Nachspielzeit noch zweimal auf der linken Außenbahn durchbrach und mit viel Übersicht Dethlefsen bzw. Fischer im Zentrum bediente, die aber nicht zum Abschluss kamen. Zuvor hatten bereits der aufgerückte Appel, schön von Weber und Rhode freigespielt, die Chance zum 2:0, scheiterte aber an Hanf (79.). Auch der Kopfball des eingewechselten Rothe nach einer Rhode-Ecke ging nur knapp über den HFC-Kasten (86.).

Auf der Gegenseite musste Preussen-Keeper Ebeling auch mehrfach auf der Hut sein, klärte gegen den durchlaufenden Ratifo an der Strafraumgrenze (58.), rasselte später mit dem gebürtigen Deutsch-Mosambiquaner im Kopfballduell am Strafraum zusammen (87.). Es war schon fast ein Privatduell Ebeling - Ratifo gestern Nachmittag.

In der ersten Halbzeit hatten Glage und Röhl die besten Gelenheiten der Gastgeber, musste sich Ebeling bei einem abgefälschtem Ball mächtig strecken.

Am Ende war die Freude bei den Preussen natürlich verständlich groß, auch wenn Kapitän Göres eingestand: "Nach dem zweiten Sprint nach vorn kurz vor Schluss war ich wirklich platt, ging nichts mehr."

Gefreut haben sich auch René Klose über den starken Zuschauerzuspruch, so dass er zweimal neue Karten an die Kasse brachte, und Teammanager Klaus-Dieter Theise, der an seinem Urlaubsort Lienz in Osttirol umgehend aus dem Germerstadion die Information über 104 zahlende Zuschauer erhielt und freudig registrierte.