Schwerin l Mit 22 Karateka zwischen acht bis 30 Jahren ging der Hatsuun-Jindo-Karate-Club am Wochenende bei den Ostdeutschen Meisterschaften in Schwerin an den Start. Die Elbestädter wurden mit jeweils acht ersten und zweiten sowie sieben dritten Plätzen der erfolgreichster Verein.

Lara Robra, Hui Bui Ngoc und Valentin Hennig waren die jüngsten Starter (8-11 Jahre) des HKC. Lara verbuchte den ersten Platz in Kata und Valentin die zweiten Plätze in Kata und Kumite für sich. Für Hui war es der erste Wettkampf und daher besonders aufregend. Er bestand seine Premiere mit guten Leistungen, die seine Trainerin zufrieden stimmten. Als seine Disziplinen durch waren, konnte er sich voll und ganz auf das Anfeuern seines älteren Bruders Roman Dinh konzen-trieren.

Dieser zeigte im Kumite der Jungen (16-17 Jahre) sein Potenzial und kämpfte sich mit rasanten Techniken, dem Auge für den Moment und Durchsetzungsvermögen in das Finale vor. Hier trat er gegen Paul Boße vom BKC Magdeburg an. Unter dem tosenden Applaus seiner Vereinskollegen ging Dinh als ostdeutscher Meister von der Matte.

Bei den Mädchen des HKC war Celina Kreutz die erfolgreichste Starterin mit einem zweiten Platz in Kata, einem Dritten im Kumite und dem zweiten Platz im Kata-Team. Diesen belegte sie zusammen mit ihren Teamkolleginnen Sophie Willuweit und Antonia Lubner-Schmidt. Mit Celina und Antonia traten zwei HKC-Starterinnen im Poolfinale gegeneinander an.

Die Freundschaft der beiden muss in solchen Momenten ausgeblendet werden und der Fokus auf der Situation liegen. Am Ende hatte Celina die Nase ein Stückchen weiter vorn. Respekt, Toleranz und Anerkennung von Leistung sind im Karate entscheidend, sodass es Antonia nicht schwer fiel, ihrer Freundin zum Sieg zu gratulieren und im Finale mit ihr mit zu fiebern.

Ähnliches spielte sich auch bei den Jungs ab. Dort setzten sich Ferenc Dattko, Pascal Zietzke und Marcel Lichtenberg unter anderem gegen ihre Vereinskameraden durch. Pascal sicherte sich in Kata den dritten Platz und Marcel landete auf dem ungeliebten vierten Platz. Im Gegenzug konnte Ferenc seine Qualitäten im Kumite beweisen und erkämpfte sich den dritten Platz.

Gemeinsam mit Pascal und Simon Zerlin belegten die drei Jungs vor den Mädchen des HKC Platz eins im Kata-Team. Nachdem Roman Dinh seine Kumite Gruppe dominierte, zog Niclas Huckauf in der gleichen Altersgruppe in das Katafinale ein und wurde Vizemeister hinter Paul Boße vom BKC.

Im Anschluss zeigten die ab 18-jährigen ihr Können. Bianca Walsleben konnte sich in beiden Disziplinen in das Finale vorarbeiten. Ihre Kata "Gojushiho Sho" überzeugte die Kampfrichter, sodass sie auf dem obersten Treppchen Platz nehmen durfte. Im spannenden Kumite-Finale konnte sie sich ebenfalls behaupten.

Sensei Stephan Walsleben sicherte sich unumstritten den ersten Platz. Im Kumite-Team ging der Magdeburger mit seinen Teamkollegen Robert Schlese und Alexander Grebe an den Start, entschieden die Endrunde für sich.

P.S.: Neben Leonie Diffene vom BKC Magdeburg wurden nun auch Stephan und Bianca Walsleben vom HKC Magdeburg für die JKA-WM Mitte Oktober in Tokio nominiert.