Die SCM-Youngsters genießen am Samstagabend (19 Uhr/Gieselerhalle) als Tabellenführer der 3. Liga Ost der Männer Heimrecht gegen den HSV Hannover.

Stadtfeld l Wichtiger als der gegenwärtige Platz an der Sonne ist Youngsters-Coach Bennet Wiegert aber die stetige Entwicklung seiner jungen Mannschaft, wie der 32-Jährige immer wieder betont. Darum war Wiegert nach dem 36:29-Vorwochenerfolg in Pirna auch hin- und hergerissen.

"In der ersten Halbzeit zeigten wir da ein echt klasse Spiel, hätten zur Pause auch mit sieben Toren weg sein können, statt nur mit fünf. Statt den Vorsprung auszubauen, geben wir ihn dann nach der Pause unverständlicherweise aus der Hand. Die Situation beim zwischenzeitlichen 24:24 war nicht einfach. Da waren die Jungs viel zu hektisch. Das hätte nicht sein müssen. Doch dann haben sie Moral bewiesen, müssen insgesamt aber noch abgezockter werden", fasste Wiegert das Geschehen vom vergangenen Sonnabend mit etwas Abstand noch einmal zusammen.

"Gegen Hannover wird es ein ganz anderes Spiel. Die haben eine tolle Angriffsmannschaft und gute Schützen dabei", beschreibt der Coach seine Erkenntnisse über den morgigen Gegner. Dennoch sollen die Youngsters ihre Spielphilosophie durchziehen. Wiegert: "Ich sehe uns als Abwehrmannschaft und Kontermannschaft."

Personell wird es bei den Gastgebern im Vergleich zur Vorwoche keine gravierenden Veränderungen geben, auch wenn am Abend zuvor die A-Jugend ihr Spitzenspiel bei den Füchsen Berlin bestreitet. Der A-Jugendliche Friedrich Kleinert, der erst heute aus Braunschweig zurückkehrt, wo er sein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, wird wohl am Wochenende nur für die Youngsters spielen. Im Vergleich zum Pirna-Spiel, in dem Linkshänder Alexander Saul nur auf dem Protokoll stand, aber nicht zum Einsatz kam, soll der Junioren-Nationalspieler zumindest in der Abwehr zum Einsatz kommen.

Die wird sicherlich wieder in der 6:0-Grundformation beginnen, "weil das auch die Philosophie der ersten Männermannschaft ist", wie Wiegert betont, ist aber flexibel genug, auch umzustellen. "In Pirna haben wir auch zwischendrin eine 4:2-Variante gespielt, um die beiden Tschechen kurz zu nehmen", so der Coach, der sich dieses Defensivsystem bei Notwendigkeit auch durchaus morgen Abend gegen den Tabellenachten vorstellen kann.