Der MSV 90 Preussen bleibt weiter in der Erfolgsspur. Nach Platz zwei in der Verbandsliga erreichten die Daul-Schützlinge mit dem 1:0 über Oberligist Askania Bernburg nun das Landespokal-Viertelfinale.

Sudenburg l Der aktuelle Verbandsliga-Zweite aus Sudenburg setzte sich gegen den vorjährigen Landesvizemeister und Oberligaaufsteiger TV Askania Bernburg aufgrund des Spielverlaufs und der Chancenvorteile verdient durch, hätte durchaus noch höher gewinnen können. Auch die kurzfristigen Ausfälle von Nils Oliver Göres, der Bereitschaftspolizist musste bei der Aktion zur Bombensprengung in Bad Dürrenberg mit ran, und Patrick Appel, der junge Familienvater fiel mit einem grippalen Infekt aus, wurden gut weggesteckt. Die Wechselbank der Preussen ist derzeit gut bestückt.

Verlief die erste Halbzeit vor 159 zahlenden Zuschauern, das attraktive Preussen-Spiel lockt zunehmend mehr Publikum ins Germerstadion, noch ohne nennenswerte Höhepunkte, erhöhten die Elbestädter nach Wiederbeginn die Schlagzahl gegen insgesamt doch enttäuschende Gäste. Danny Rothe setzte einen Kopfball knapp übers TV-Tor (54. Minute). Nur wenige Sekunden später konnte Gästekeeper Baldauf einen Glage-Kopfball nur noch zu kurz in die Mitte abwehren, so dass der heranstürmende Steve Röhl wenig Mühe hatte, den Ball zum 1:0 ins untere linke Toreck unterzubringen (55.).

In der Folgezeit blieben die Preussen weiter am Drücker, war von den Anhaltern nur wenig im Spiel nach vorn zu sehen. Der aufgerückte Matthias Fischer zog von rechtsaußen ab, Philipp Glage kam einen Schritt zu spät (58.). Der emsige Nicolas-Peter Weber, von Tobias Tietz schön bedient, fand in Baldauf seinen Meister (64.). Den Kopfball von Danny Rothe nach der anschließenden Ecke klärte Gäste-Verteidiger Marcus Schubert auf der Linie (65.). Die erste gefährliche Aktion der Gäste kreierte der gerade eingewechselte Max Koß, der knapp am langen Eck verzog (72.), später scheiterte Felix Krause an Preussen-Keeper Steven Ebeling (87.).

Die Gastgeber blieben zweikampfstärker, waren auch gedanklich schneller. Nachdem Matthias Nagel einen Ebeling-Abschlag unterlief, jagte Weber die Kugel knapp über Balken (80.). In der Nachspielzeit düpierte der eingewechselte Christopher Birke Bernburgs Wolschke, chippte den Ball links am Tor vorbei (91.).

"Wir haben es Bernburg schwer gemacht, haben sie von unserem Tor fern gehalten und in jeder Beziehung verdient gewonnen", freute sich Preussen-Coach Alex Daul, der auf die Auslosung am heutigen Montag gespannt ist.

Preussen: Ebeling - Fischer, Mensch, Renger, Trinh, Weber (83. Birke), Rothe, Tietz, Rhode, Röhl (89. Dethlefsen), Glage (90.+3 Berger)