Im Spitzenspiel der 2. Bundesliga Ost im Kegeln, 200 Wurf, unterlag der MSV 90 auf eigener Bahn dem SK Markranstädt mit 5266:5372 Holz und verlor die Tabellenführung an den Gegner.

Lemsdorf l Nach dem mit Spannung erwarteten Spitzenspiel des 5. Spieltages der 2. Bundesliga Ost der Classic-Kegler (200 Wurf) mussten sich beide Mannschaften eingestehen, aufgrund der Nervosität hinter den selbst gesteckten Zielen zurück geblieben zu sein.

Natürlich konnten die Gäste nach ihrem 5 372:5 266-Erfolg viel leichter damit leben, als die Kegler des MSV. Die Lemsdorfer erlangten über weite Strecken keinen Zugriff auf das Spiel und kegelten den Sachsen hinterher. Das erzielte Mannschaftsresultat war aber auch eine regelrechte Einladung für die Markranstädter, die Punkte in der Elbestadt einzukassieren. Was gegen den KSV Ohrdruf noch gut ging, wurde dieses Mal zu Recht hart bestraft und Magdeburg bezahlte für diesen schwachen Auftritt mit dem Verlust der Tabellenführung.

Dabei hatte der MSV nach dem überzeugenden Heimsieg der Vorwoche keinen Grund, an der Aufstellung zu modifizieren. Im Nachgang musste sich die Mannschaftsführung aber eingestehen, dass die angedachte Taktik nicht aufgegangen war. Markranstädt war viel zeitiger im Match angekommen und nutzte die zeitweisen Schwächen des MSV geschickt aus.

Bereits im Startdurchgang fiel eine gewisse Vorentscheidung, denn die Gäste erarbeiteten sich eine Führung von 136 Holz, welche die Elbestädter bis zum Ende hin nur noch geringfügig korrigieren konnten. Applaus gab es hier vor allem für den Tagesbesten Tobias Schröder (939 Holz) auf Markranstädter Seite.

Im Mitteldurchgang versuchte dann der MSV, das Ruder noch herum zu reißen, doch auch hier hatte der SK die passenden Antworten parat. Zwar schrumpfte der Rückstand auf knapp unter 100 Zähler, aber auch hier war für Magdeburg das eine oder andere Holz mehr drin. Für den Gastgeber überzeugte Ulf Schmidt mit dem Mannschaftsbestwert von 912 Kegeln.

Die Hypothek von 96 Punkten Rückstand erwies sich für das MSV-Schlussduo dann als zu hoch. Kapitän Gerhard Piekacz bekam keinen Fuß auf die Bahnen und wurde noch vor der Halbzeit gegen Maik Siegemund ausgetauscht. Uwe Hecht durfte zwar mit seinen 907 Holz noch zufrieden sein, aber für eine Wende im Spiel war auch das letztlich zu wenig. Die Gäste behielten konsequent ihre Linie bei und brachten den Sieg locker über die Ziellinie.

Letztlich offenbarten die Lemsdorfer zu viele Angriffspunkte, welche es vor allem in den kommenden Heimspielen abzustellen gilt. Wiedergutmachung haben sich die Elbestädter für den folgenden Spieltag vorgenommen. Dann gastieren die MSV-Kegler beim noch sieglosen Schlusslicht SV Burgwerben. Hier soll dann wieder die Auswärtsstärke der Magdeburger zum Tragen kommen, um die unangenehme Heimniederlage auszumerzen.

Magdeburger SV 90: Sommemeyer 836, Ostermann 881, Wunderlich 886, Schmidt 912, U. Hecht 907, Piekacz/Siegemund 844