Die Verbandsliga-Kicker des MSV 90 Preussen schwimmen auf einer Erfolgswelle. Mit dem 3:0 gegen Aufsteiger SV Dessau 05 übernahm die Daul-Elf die Tabellenführung, gastiert am am Freitag beim Verfolger Grün-Weiß Piesteritz.

Sudenburg l Erneut konnte sich Preussen-Trainer Alexander Daul, obwohl das gar nicht seinem Naturell entspricht, nach dem Schlusspfiff feiern lassen. Denn wie schon zuvor in den Heimspielen gegen den Halleschen FC II (1:0) und im Landespokal gegen Askania Bernburg (1:0) stand es zur Pause torlos 0:0, behielten die Preussen die Ruhe, hatte Daul mit der Einwechslung von Torschütze Florian Dethlefsen wieder ein Goldenes Händchen.

Dass der Sieg gegen den gut mithaltenden Aufsteiger aus Dessau durch die späten Tore etwas hoch ausfiel, störte beim Sieger selbstverständlich niemanden. Die konnten beim Bilden des obligatorischen Kreises nach Abpfiff noch auf dem Rasen zurecht ihren Schlachtruf erklingen lassen: "Preussen, wie stehen wir da? 1 A!".

Nach zäher erster Halbzeit, in der die Gäste griffiger wirkten und sich gegen die anfälligen Außen der Preussen (Trinh) ein Chancenplus erarbeiteten, steigerten sich die Hausherren, bei denen Weber verletzt ausfiel, der angeschlagene Tietz erst im zweiten Abschnitt kam, nach Wiederbeginn. Doch dauerte es eine Stunde, bis die Elbestädter erstmals jubeln konnten, Steve Röhl eine schöne Verlagerung auf die rechte Seite mit straffem Schuss ins lange Eck zum 1:0 abschloss (60. Minute).

Pech hatten die Gastgeber, als eine abgeblockte Tietz-Eingabe sich nur auf die Latten-oberkante des Dessauer Tores senkte (78.). Doch die Gastgeber hatten jetzt Blut geleckt, wollten unbedingt nachlegen, wenngleich die Dessauer noch vereinzelte Nadelstiche setzen, wie Benjamin Girke mit seiner Halbchance (80.). Hielt der lange 05-Kapitän Sven Kaluza die Dessauer Abwehr über lange Zeit dicht, waren er und seine Kollegen gegen das 2:0 nach schöner Kombination über Glage und Birke sowie Torschütze Dethlefsen (89.) ebenso machtlos wie beim 3:0, das Glage am langen Pfosten stehend in der Nachspielzeit erzielte. Da konnte auch Stefan Mensch, der mit Knieproblemen raus musste, schon wieder lachen.