In den Top-Spielen der Sachsen-Anhalt-Liga mussten sowohl die Frauen als auch die Männer des HSV Magdeburg am Wochenende Niederlagen hinnehmen.

HSV - Fermersleber SV 25:30

(aej) l Die Heim-Sieben startete gegen den erfahrenen Gast völlig verängstigt. So stand es nach zwölf Minuten schon 1:6. Die folgende Auszeit zeigte Wirkung, die junge Aebi-Sieben kam nun besser ins Spiel und verkürzte auf 8:9 (20. Minute). Doch der Ausgleich sollte nicht gelingen. Zum einen lud man die Fermersleberinnen zu einfachen Toren ein, zum anderen konnte der alte und neue Tabellenführer das Torhüterduell klar für sich entscheiden. So baute der FSV den Abstand bis zum Pausenpfiff wieder auf 12:16 aus.

Nach Wiederbeginn setzte sich der FSV vorentscheidend auf 13:20 ab, der Gastgeber verkürzte nochmals auf 17:21, kam aber nie auf mehr als vier Tore heran. Co-Trainer Jürgen Ebeling zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht: "Wir dachten, wir wären schon ein Stück weiter. Man kann gegen die gestandene und gute Truppe vom FSV verlieren. Aber die Frage ist, wie. Wir waren viel zu ängstlich und haben auch unsere mannschaftliche Geschlossenheit vermissen lassen. So kann man in einem Spitzenspiel nichts holen."

HSV: Schick, Drews - Va. Goldgraebe 3, Kumpf, Vi. Goldgraebe, Winkler 11; Falkenberg 2, Meineke, Lorenz, Wolke, Corfei 6, Ruge, Kopmann 3 FSV: Slotta, Döbbelin - Gottschalk, Daul-Acksteiner, Pätzold 3, Wilke 5, Els 5, Musche 6, Rokowski 1, Engelmann 1, Heller, Schröder 11/2

HSV Magdeburg - BSV 93 31:32

(hjh/hm) l Die Männer des gastgebenden HSV Magdeburg kassierten mit dem 31:32 (14:15)im Stadtderby gegen den BSV 93 die erste Saisonniederlage, mussten die Tabellenführung an die SG Kühnau abgeben.

Die Gastgeber lagen in der enttäuschenden ersten Halbzeit schon nach neun Minuten mit 2:6 zurück. Diesen Vorsprung verteidigten die Olvenstedter bis zum 11:15 in der 28. Minute. Erst kurz vor der Halbzeitpause machte der HSV den nötigen Druck. Michael Jahns verkürzte für die Hausherren und traf zum 14:15-Halbzeitstand.

In der zweiten Spielhälfte verflachte die Partie weiter. Zu viele Einzelaktionen ließen kein flüssiges Spiel zustande kommen. So lebte das Spiel von der Hektik. Dabei wechselte die Führung ständig. Keines der beiden Team konnte sich entscheidend absetzen.

In der 45. Minute traf der überragende John Bade zum 25:23 für die Olvenstedter. Doch die Gastgeber ließen sich nicht abschütteln. Nach 53 Minuten erzielte Mario Seifert das 27:27 und wenig später das 29:28 für den HSV. In Überzahl spielend trafen die Gäste zum 30:30. Bade brachte den BSV 93 wieder mit 31:30 in Führung.

Doch der HSV glich noch einmal zum 31:31 aus. Einen Fehler der Gastgeber nutzte der BSV zur 32:31-Führung. Doch der HSV kam noch einmal zum Torwurf. Pech für die Gastgeber, dass der Ball vom Pfosten aufgehalten wurde. Die letzten Sekunden brachte der BSV dann über die Runden und kam zum glücklichen, aber nicht ganz unverdienten Erfolg, nachdem der Gastgeber die erste Halbzeit verschlafen hatte.

"Das hatte heute nicht viel mit Handball zu tun", monierte Trainer Harry Jahns die Leistung seines HSV.

HSV: Wiesner, Gleß - C. Schulz 1, Brunsendorf 4, A. Jahns 2, Pigorsch, Lötterle 2, Krug, M. Jahns 15/5, Seifert 5, Krüger, Keiser, Leo, M. Schulz 1 BSV 93 : Fredow, Kleineidam - Auerbach 1, Kamm 5, Grüneberg 2, Thiele, Zengerling , Heinicke, Bischof 5, Hanke 2, Hügen, Ordnung, Bade 15

MSV 90 - SG Seehausen 43:30

(hm) l Der wiederum nur zu siebt angetretende Magdeburger SV 90 kam in der Sachsen-Anhalt-Liga der Frauen gegen die SG Seehausen zu einem 43:30 (22.13)-Kantersieg, verbesserte sich vor den nun anstehenden Spielen beim MSV Buna Schkopau und daheim gegen den HSV Magdeburg auf den fünften Rang.

Anders als erst kürzlich im Landespokal gegen die Altmärkerinnen (25:22) legten die Lemsdorferinnen bereits in der ersten Spielhälfte den Grundstein für den klaren Sieg. Kerstin Lincke und Christin Zunkel kamen immer wieder von außen zum Abschluss, die erneut das Tor hütende Michaela Pflanz wehrte zahlreiche Bälle ab.

In der zweiten Halbzeit begannen dann wie befürchtet die Kräfte bei den Gastgeberinnen zu schwinden und die Altmärkerinnen konnten auf sechs Tore Differenz verkürzen. Vor allem der starke Rückraum mit Tina Fischer (10 Tore) und Bianca Braune (7) machte den MSV-Damen zu schaffen.

Doch die Görlich-Schützlinge ließen sich nicht mehr von der Siegerstraße abbringen. "Aushilfe" Anja Friebel hielt tapfer durch, Anja Kracht wurde mit ihren elf Treffern zum Sieggaranten.

MSV 90: Pflanz - Kracht 11/7, Zunkel 6, Reß 5, Körtge 4, Lincke 9, Friebel 8

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