In der Landesoberliga hatten die Lemsdorfer Ringer die zweite Vertretung des KAV Mansfelder Land zu Gast. Nach dem Wiegen deutete alles auf eine enge Begegnung hin. Am Ende behielt der Magdeburger SV mit 16:9 die Oberhand und führt damit weiterhin die Tabelle an.

Lemsdorf l Die Gäste konnten die Gewichtsklasse bis 61 kg nicht besetzen, bei den Magdeburgern fiel kurzfristig Michael Kraska aus, so dass die Gewichtsklasse bis 98 kg durch die Hausherren nicht besetzt war. So stand es bereits zu Beginn des Kampfabends in der Mannschaftswertung 4:4.

Im ersten Kampf standen sich Martin Rößner vom MSV und Matthias Neumann gegenüber. Nach gutem Start musste Rößner seinem Gegner in der zweiten Kampfhälfte das Zepter überlassen und verlor schließlich durch technische Überlegenheit.

Besser machte es Sebastian Ecklebe im nächsten Kampf. Mit souveränen Techniken überrollte Ecklebe seinen Gegner Bastian Vogel im wahrsten Sinne des Wortes und beendete nach zwei Minuten den Vergleich ebenfalls mit technischer Überlegenheit.

Die dritte Begegnung, die in der Gewichtsklasse bis 66 kg stattfand, lautete Mario Ladewig gegen Sebastian Schmidt. Ladewig, noch leicht durch eine frühere Verletzung gehandikapt, nutzte seine Erfahrung und legte seinen Gegner nach einer gelungenen Aktion auf die Schultern. Mit dem daraus resultierenden Zwischenstand von 12:8 ging es in die Halbzeitpause.

Es folgte der Kampf, der die Magdeburger endgültig auf Erfolgskurs brachte. Der Gastringer Machatschev aus Eisleben war in dieser Begegnung eigentlich klarer Favorit. Allerdings konnte sich Marco Gebhardt durch eine sehenswerte Kopfrolle und geschicktes taktisches Verhalten am Ende mit 5:2-Wertungspunkten durchsetzen, so dass hier zwei Punkte in die Mannschaftswertung zugunsten der Lemsdorfer flossen.

Vor den abschließenden zwei Kämpfen stand es 14:8, Eric Richter konnte sich sogar eine knappe Niederlage leisten und der Sieg wäre nicht mehr zu nehmen gewesen. Im Kampfverlauf deutete alles auf einen klaren Sieg von Richter hin. Er führte bereits 3:0, als ein Schrecken durch das Publikum fuhr. Plötzlich humpelnd musste der Kampf von Richter für eine Verletzungspause unterbrochen werden. Wenn er den Kampf aufgegeben hätte, wären vier Punkte auf das Mannschaftskonto des Gegners gewandert. Richter biss aber die Zähne zusammen, gab zwar noch vier Wertungspunkte ab! Aber der Kampf wurde dadurch nur mit 1:0 zu Gunsten der Eisleber gewertet. Damit war der Ausgang des Abends entschieden. Der MSV führte uneinholbar 14:9.

Trotzdem war der letzte Kampf nicht nur reine Formsache. Thomas Ferchland und Dima Blayvas schenkten sich nichts. Die Begegnung war geprägt von vielen Aktionen auf beiden Seiten. Am Ende behielt der Lemsdorfer Ferchland mit 14:7-Wertungspunkten die Oberhand.