Der MSV 90 Preussen kam am 12. Verbandsliga-Spieltag zu einem 4:0 (1:0)-Erfolg gegen den sich tapfer wehrenden, aber letztlich chancenlosen TSV Völpke. Philipp Glage und Tobias Tietz trafen jeweils doppelt.

Sudenburg l Die Preussen haben sich warm geschossen für das Landespokal-Viertelfinalspiel am kommenden Sonnabend beim Landesklasse-Vertreter Eintracht Emseloh. Co-Trainer Florian Mehr und der Sportliche Leiter der Preussen, Thomas Hartmann, fehlten am Sonnabend im Germerstadion, schauten sich zur gleichen Zeit das Spitzenspiel der Landesklasse, Staffel 4, zwischen Emseloh und Tabellenführer MSV Eisleben (1:2) an.

Viel verpasst hätten sie in der ersten Halbzeit zwischen ihren Preussen und dem nur mit zwölf Aktiven angereisten TSV Völpke nicht. Zwar brachte die erste Offensivaktion das 1:0, als sich Christopher Birke auf der rechten Seite durchsetze und Torschütze Glage nur noch den Fuß hinhalten musste (2. Minute), doch die frühe Führung tat dem Spiel der Gastgeber gar nicht gut. Die kamen bis zur Pause nur noch zu zwei Gelegenheiten: Mensch scheiterte aus Nahdistanz an Gästekeeper Borgsdorf (30.), Birke fand ebenfalls im TSV-Torwart seinen Meister (45.).

Auf der Gegenseite hatten die nie aufsteckenden, aber arg limitierten Gäste um Routinier Bree zwei Halbchancen. Schellhase verfehlte mit seinem Schuss den rechten Winkel (24.), Lorenz verzog knapp links aus 20 Metern (28.).

Nach Wiederbeginn dauerte es zehn Minuten, ehe die Preussen richtig ins Laufen kamen. Fischer setzte sich rechts durch, dessen Eingabe nutzte Tietz ungehindert zum 2:0 (55.). Wurden zwei weitere Preussen-Treffer von Trinh (Abseits/58.) und Dethlefsen (Handspiel/72.) abgepfiffen, ließ sich Tietz das 3:0 nach Glage-Querpass nicht entgehen (74.). Beim 4:0 revanchierte sich der Preussen-Kapitän, legte für Glage auf (80.). Der eingewechselte Berger traf in der Schlussminute noch den Pfosten, den Abpraller von Trinh lenkte Borgsdorf zur Ecke.

Die Völpker mühten sich redlich. Vor allem die einsame Spitze Benjamin Zober, ein früherer Leichtathlet, der im vergangenen Winter auch schon mal bei den Preussen vorspielte, ging lange Zeit jedem Ball nach. Ilsmann verdattelte einen verheißungsvollen Überzahlangriff der Gäste (67.), köpfte später völlig frei aus zwei Metern über das Tor von Ebeling, der nächsten Sonnabend in Emseloh fehlen wird.

Alles in allem ein klarer, verdienter Erfolg, der Lust auf mehr macht und nicht nur für das folgende Pokal-, sondern auch Punktspiel gegen den Schönebecker SC hoffen lässt.

"In der zweiten Halbzeit spielten wir gradliniger und über die Außen. Das war ein Pflicht- und Arbeitssieg", merkte Coach Alex Daul an.

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