Pflichtaufgabe erfüllt - so das Fazit nach dem 5:0 der Preussen im Pokal-Viertelfinale beim Landesklasse-Vertreter Eintracht Emseloh.

Magdeburg l Der Verbandsliga-Fünfte aus Sudenburg wollte nichts dem Zufall überlassen. Preussen-Trainer Alexander Daul schickte beim zuvor beobachteten SV Eintracht Emseloh seine bestmögliche Start-Elf auf den Rasen. "Wir wollten die Sache hochkonzentriert angehen, uns keinerlei Blöße geben. Die Mannschaft hat die Aufgabe hochkonzentriert umgesetzt, in keiner Phase nachgelassen", freute sich Daul über den gelungenen Auftritt seines Teams.

Allerdings benötigten die Gäste, die abermals auf ihren Kapitän Nils Oliver Göres verzichten mussten, der Bereitschaftspolizist war in Hannover bei der Anti-Islam-Demonstration im Einsatz, Schützenhilfe, um in Führung zu gehen. Nach einer Eingabe von Christopher Birke in den Fünfmeterraum lenkte Emselohs Tino Schneider den Ball vor dem hinter ihm stehenden Preussen Phillip Glage zum 0:1 ins eigene Tor (20. Minute).

Noch vor der Pause wuschen die Preussen scharf nach. Glage nahm einen tiefen Pass von Tobias Tietz gegen die auf Abseits spekulierenden Gastgeber auf, umkurvte noch Keeper Daniel Richter und schob zum 0:2 ins lange Eck (28.). Als Mathias Rhode nach einer schönen Kombination, zuletzt steckte Steve Röhl den Ball durch, aus gut 20 Metern zum 0:3 traf, war die Partie entschieden (36.), zumal die Gastgeber in den ersten 45 Minuten keine einzige Torchance verzeichneten.

Dabei hätte es durchaus auch 0:5, oder gar 0:6 zur Pause stehen können, denn allein Röhl hatte noch drei gute Möglichkeiten, doch funkte ihm einmal der abseits stehende Glage dazwischen, dann parierte Richter einen Seitfallzieher aus fünf Metern, schließlich wurde ein Abseitstor zurückgepfiffen.

Auch im zweiten Abschnitt hatte die Preussen-Abwehr einen geruhsamen Tag, wenngleich Matthias Fischer mit einer Sprunggelenkverletzung ausgewechselt werden musste (48.), die schon mit Gelb im Achtelfinale bedachten Patrick Appel und Röhl später rausgenommen wurden. Die harmlosen Gäste hatten eine Torchance, die Preussen-Keeper Steve Ebeling fast an der Strafraumgrenze zunichte machte.

Daniel Trinh besorgte dann mit seinem Doppelpack die endgültige Entscheidung. Beim 0:4 bediente Röhl den Torschützen, der mit einem Sonntagsschuss in den Winkel traf (73.). Dem 0:5 ging ein Antritt des diesmal durchspielenden Birke voraus, der dann im Strafraum gelegt wurde. Trinh verwandelte den fälligen Elfmeter sicher (87.).

"Nach dem 0:3 war die Spannung raus. Trotzdem war es gut, wie die Truppe durchgezogen hat. Man sieht, alle ziehen an einem Strang", machte Daul seinen Schützlingen nach dem klaren Erfolg in Emseloh ein Kompliment und fordert nun genau die gleiche Konzentration im Spiel beim Verbandsliga-Letzten Schönebecker SC.

MSV 90 Preussen: Ebeling - Fischer (49. Rothe), Appel (78. Matheja), Renger, Trinh, Birke, Mensch, Tietz, Rhode, Röhl (74. Dethlefsen), Glage