Reutlingen/Magdeburg l Für die in Reutlingen durchgeführte Finalrunde der Deutschen Meisterschaft im Volleyball der Senioren in der Altersklasse Ü 59 hatten sich 16 Mannschaften qualifiziert, darunter die Senioren des USC Magdeburg.

In ihrer Vorrundengruppe fanden die "Grauen Wölfe" aus der Landeshauptstadt nach kurzer Anlaufzeit zu einem nahezu fehlerlosen Spiel, setzten die taktischen Vorgaben vollständig um und besiegten die Mannschaften aus Warnemünde, Chemnitz und Hannover jeweils mit 2:0-Sätzen. In der anschließenden Zwischenrunde nahm die Spielqualität der Gegner weiter zu. Das USC-Team konnte sich nochmals steigern und lieferte gegen Freiburg seine beste Turnierleistung ab.

In einem hart umkämpften Match wurden mit hohem Aufgaben- und Angriffsdruck immer wieder gepunktet. Grundlage für den 2:0-Sieg war aber auch die kämpferisch ausgesprochen starke Leistung in der Feldabwehr, mit der die gegnerischen Angriffe reihenweise entschärft und fast verloren geglaubte Bälle noch herausgekratzt wurden.

Damit ging der USC als einzige Mannschaft ohne Satzverlust aus dem ersten Turniertag heraus und stand bereits im Halbfinale. Es winkte also der Einzug ins Finale der Deutschen Meisterschaft, was von vornherein überhaupt nicht zu erwarten gewesen war und gegen den Gegner aus Neuen-ahr machbar erschien, vorausgesetzt man würde weiter am oberen Level des eigenen Leistungsvermögens agieren können.

Das gelang den bis dahin so souveränen USC-Senioren dann allerdings nicht. Der selbst aufgebaute Erwartungsdruck war offensichtlich zu hoch, Nervosität zog in alle Elemente des Spieles ein, das dann folgerichtig mit 0:2 verloren ging.

Im abschließenden Spiel um Platz drei bekam man mit dem Vorjahresmeister aus Neuss, der nur knapp am späteren Turniersieger Elmshorn gescheitert war, einen weiteren dicken Brocken vorgesetzt. Zumindest im ersten Satz konnte nochmals gut gegengehalten werden, dann zeigte aber auch der physische Verschleiß deutliche Wirkung und das Spiel ging verloren.

Nachdem sich die erste Enttäuschung über die verpassten Chancen gelegt hatte, freuten sich die USC-Senioren über den großartigen vierten Platz, mit dem man so namhafte Teams und Meisterschaftsfavoriten wie Braunschweig und Berlin hinter sich gelassen hatte.

USC (verstärkt mit Spielern aus der Region): Boßmann, Engel, Judenberg, G. Müller, Pälecke, Rethfeld, Roskoden, Wachsmann, Zimmermann