Magdeburg l Nach der Pokalspielpause rollt am Sonnabend wieder der Ball in der Fußball-Landesklasse 2. Am 13. Spieltag haben gleich sechs Magdeburger Teams Heimrecht. Lediglich der SV Fortuna II muss auf Reisen gehen, tritt beim TSV Rot-Weiß Zerbst an. Das Spitzenspiel bestreiten der HSV Medizin und TSV Grün-Weiß Kleinmühlingen/Zens. Beginn ist jeweils 14 Uhr.

Zum Duell Dritter gegen Erster kommt es auf dem Sportplatz Dodendorfer Straße. Der HSV Medizin überrascht als Aufsteiger die Liga. Die Partie gegen Kleinmühlingen ist auch das Aufeinandertreffen der beiden besten Abwehrreihen. Die Magdeburger haben erst neun Gegentore zugelassen, der Tabellenführer elf. So erwartet Medizin-Trainer René Angerer ein enges Spiel. "Wir gehen mit breiter Brust in die Partie ohne aus den Augen zu verlieren, wer der Favorit ist. Wir lassen uns von der aktuellen Tabellensituation nicht blenden. Wenn mir jemand vorher sagt, ihr bekommt einen Punkt, dann sage ich nein. Kleinmühlingen wird einen Sahnetag brauchen, um uns zu schlagen. Wir wollen es ihnen so unangenehm wie möglich machen." Personell kann Angerer fast aus dem vollen schöpfen, muss aber Kapitän Tino Schönberg ersetzen. "Es gibt keine Ausreden, wir verfügen über einen breiten Kader. Jeder bekommt seine Chance", so der HSV-Trainer.

Germania Olvenstedt könnte bei einem Punktverlust Kleinmühlingens der große Nutznießer sein. Gewinnt die Mannschaft von Trainer Maik Herrmann gegen den SV Eintracht Gommern, springen sie wieder an die Tabellenspitze. "Gommern ist so etwas wie unser Angstgegner geworden. Dem wollen wir einen Heimsieg entgegensetzen", blickt Herrmann vorraus. Wie im Pokal plagen die Olvenstedter Personalsorgen. Bode und Frank sind verhindert, Puchowka ist gelbgesperrt, weitere drei Stammspieler sind angeschlagen.

Der SSV Besiegdas hat die SG Gnadau zu Gast. Die Ostelbier haben aus den vergangenen vier Spielen neun Punkte gesammelt und in der Tabelle die Abstiegsränge verlassen. Allerdings ist Gnadau ein unbequemer Gegner. Das Liga-schlusslicht fügte jüngst dem FC Zukunft und TuS 1860 Magdeburg empfindliche Niederlagen bei.

Der SV Arminia hat ebenso wie der SSV Besiegdas nach einem durchwachsenen Saisonstart seinen Rhythmus gefunden. Die Buckauer empfangen den SV Germania Güsen und könnten bei einem Sieg den Sprung ins Tabellen-Mittelfeld schaffen.

TuS 1860 Magdeburg ist Gastgeber für die Partie gegen den SC Vorflämming Nedlitz. Die Neustädter fegten in der Vorwoche im Stadtpokal die eigene zweite Mannschaft vom Platz und zeigten sich dabei in Torlaune. Auch wenn das Endergebnis von 17:1 nur wenig Aussagekraft besitzt, so konnte die TuS-Offensive viel Selbstvertrauen tanken.

Für den FC Zukunft kam die Pause am vergangenen Wochenende wohl zur rechten Zeit. Nach einer Niederlagenserie und der Absturz auf den vorletzten Tabellenrang benötigen die Lemsdorfer frische Kräfte um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Gegen den SV Groß Santersleben steht aber keine leichte Aufgabe an. Der Aufsteiger hat schon fleißig Punkte gesammelt und weiß vor allem offensiv zu überzeugen.

Die zweite Mannschaft des SV Fortuna reist nach Zerbst. Die Elf von Trainer Marco Kilian ist neben dem HSV Medizin eine der Überraschungsmannschaften in der Landesklasse 2 und belegt aktuell den vierten Tabellenplatz.

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