Knapp mit 3:4 (2:2) unterlagen die B-Junioren des 1. FC Magdeburg in der Bundesliga Nord/Nordost dem SV Werder Bremen. Durch die Niederlage verpasste es die Elf von Trainer Marco Kurth sich von den Abstiegsplätzen zu distanzieren, steht am kommenden Sonntag gegen Holstein Kiel schon vor einem echten "Endspiel".

Cracau l Das Spiel begann aus Magdeburger Sicht mit einem Tiefschlag. Bereits in der neunten Spielminute fand eine zu kurz abgewehrte Ecke über Umwege den Weg zurück in den Magdeburger Strafraum, wo Werder-Torjäger Eggestein aus kurzer Distanz die 1:0-Führung erzielte.

In der elften Minute fand der erste gelungene Angriff der Blau-Weißen direkt den Weg ins Tor der Gäste. Eine schöne Kombination über Müller und Queckenstedt vollendete dieser zum 1:1 Ausgleich.

In der 25. Minute konnte die junge Club-Elf sogar die Führung bejubeln. Einen gut ausgespielten Konter über Müller, Queckenstedt und Grzega schloss der Ex-Bremer Celik mit seinem ersten Saisontor zur 2:1 Führung ab.

Das gab dem FCM aber nicht die nötige Stabilität. Rettete Schlussmann Gründemann noch glänzend (20.), musste er in der 28. Minute hinter sich greifen.

Die Bremer kamen mit großem Druck und Zug zum Tor aus der Kabine, so dass Keeper Gründemann mehr und mehr in den Mittelpunkt des Geschehens rückte. Parierte er in der 42. Minute einen Schuss aus kurzer Distanz noch glänzend, musste er sich zehn Minuten später Luca Horn geschlagen geben. Vorausgegangen war ein langer Ball über die rechte Magdeburger Abwehrseite.

Nun waren die Jungs von Trainer Kurth wieder besser im Spiel. In der 61. Spielminute hatte Angreifer Queckenstedt nach Vorarbeit von Grzega die Chance auszugleichen, zielte aus 16 Metern jedoch ein wenig zu hoch. Auf der Gegenseite drängten die Gäste nun ihrerseits auf die Vorentscheidung (63.).

Fünf Minuten vor dem Ende des Spieles war dann der Jubel auf Magdeburger Seiten riesig. Einen Queckenstedt-Freistoß vollendete der eingewechselte Krüger am langen Pfosten zum 3:3.

Doch dauert ein Fußballspiel nicht erst seit Sepp Herberger 90 respektive 80 Minuten und so kam es wie es sich die ganze Partie über schon abzeichnete. Direkt im Gegenzug gingen die Gäste von der Weser wieder in Führung. Torschütze im Nachschuss war Nationalspieler Niklas Schmidt.

Trotz vier Minuten Nachspielzeit gelang den Blau-Weißen der Ausgleich nicht mehr. Zu allem Überfluss sah Müller nach Abpfiff auch noch die gelb-rote Karte und fehlt damit im wichtigen Auswärtsspiel am kommenden Sonntag in Kiel.

1. FC Magdeburg: Gründemann - U. Müller, Harant, Hey, Tasar (73. Pung), Kuhnhold (60. Krüger). D. J. Müller; Uhlmann (65. Schätzle) - Celik - Grzega - Queckenstedt