Lemsdorf l Mit 5 363 : 5 239 Holz gewann der Magdeburger SV 90 das letzte Spiel der Hinrunde der 2. Kegeln-Bundesliga 200 gegen den FC Schwedt 02.

Das Match gegen Schwedt war eine wichtige Standortbestimmung für die Domstädter. Bereits zwei Mal musste Magdeburg in der laufenden Spielzeit Heimpunkte abgeben. Dies lag nicht vorrangig daran, dass der Gegner stärker kegelte, sondern eher daran, dass Magdeburg auf den eigenen Bahnen noch nicht die Leistungen abrufen konnte, die man selbst von sich erwartet. Gegen Schwedt gelang nun endlich wieder einmal ein solches Mannschaftsresultat.

Keinesfalls wollte der MSV von Beginn an einem Rückstand hinterher laufen und blies vom Anpfiff an zur Attacke. Mit dieser positiven Grundeinstellung gelang es auch den ersten vier Keglern, ihre jeweiligen Partien gegen die direkten Gegner mehr oder weniger sicher zu gewinnen. Die verletzungsbedingte Auswechslung von Sven Ostermann gleich im Startdurchgang schlug dabei nicht negativ zu Buche. Der eingewechselte Ulf Schmidt zeigte eine starke Vorstellung und konnte Ostermann gleichwertig ersetzen. Dem FC war durchaus bewusst, dass Magdeburg unter Umständen daheim schlagbar ist und hielt seinerseits dagegen.

Der zweite Block der Magdeburger sorgte für eine gewisse Vorentscheidung und schraubte den Vorsprung auf 134 Holz. Besonders hervorzuheben ist hier Steffen Blumtritt (896), der nach langer Verletzungs- und Krankheitsphase sein erstes Spiel von Beginn an durchzog.

Im Schlussdurchgang fielen dann auch noch zwei 900er Resultate. Hier trafen die Tagesbesten beider Teams direkt aufeinander. Uwe Hecht verlor zwar knapp mit 925 : 930 Punkten gegen Dirk Zarling, da aber Maik Siegemund mit seinen 887 Zählern ebenfalls nur fünf Kegel gegen Frank Pachmann liegen ließ, geriet der Sieg für die Elbestädter nicht mehr in Gefahr.

Ähnlich wie in den vergangenen erfolgreichen Spielen, siegte der Magdeburger SV vorrangig durch die bessere Leistung im Abräumerspiel bei weniger Fehlwürfen. Auf dieser Basis sollten die Lemsdorfer für die Rückrunde aufbauen. Bereits in zwei Wochen findet das erste Rückspiel gegen den KSV Freitag statt. Bevor es in die verdiente Weihnachtspause geht, muss der MSV diese Form bestätigen. Die Sachsen werden nach der Hinspielniederlage auf Revanche aus sein, dürften mit reichlich Selbstbewusstsein an der Elbe erscheinen.

Magdeburger SV 90: Wunderlich (886), Ostermann/Schmidt (896), Blumtritt (896), Sommermeyer (873), U. Hecht (925), Siegemund (887)