Magdeburg (vs) l Beide Mannschaften waren von Beginn an motiviert. Doch sollte es nicht auf die Motivation, sondern auf die Cleverness ankommen. Eben besagte Cleverness ließ der Gastgeber aus Neustadt im Offensivspiel der ersten Viertelstunde vermissen. Zu viele Angriffsaktionen wurden zu früh abgeschlossen, so dass man die Stadtfelder zu Tempogegenstößen einlud. Diese Möglichkeiten nutze der Gast und führte schnell mit 8:2.

Die Neustädter zogen folgerichtig die erste Auszeit, welche zunächst verpuffte. Jedoch besannen sich die Krausholz-Schützlinge ab der 20. Minute und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich auf drei Tore zum 8:11. Daraufhin ergaben sich allerdings wieder Defizite im Umkehrspiel und im Stellungsspiel in der Offensive, so dass sich Post abermals absetzen konnte. Zur Halbzeit stand es 15:10 aus Sicht des Post SV.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte formierte TuS seine Mannschaft neu, um dem Spiel Impulse zu versetzen und besonders das Angriffsspiel anzukurbeln. Diese Maßnahme erzielte seine Wirkung. Tor um Tor kämpften sich die 60er heran. Der agile Marco Käselitz, Kevin Krause und Erik Lewin netzten immer wieder sicher ein. Über die Stationen 16:19 und 19:21 kämpften sich die Neustädter zeitweise bis auf ein Tor heran (21:22).

Jedoch gelang es der Krausholz-Sieben nicht, den Ausgleich zu markieren oder gar in Führung zu gehen. Ursache war einmal mehr während der 60 Spielminuten das Offensivspiel. Nicht verwandelte Siebenmeter oder zu leicht hergegebene Bälle, welche dagegen durch die starken Postler Daniel Schliephake, Simon Fischer und Co. im Tempogegenstoß sicher genutzt wurden, entschieden das Spiel zu Gunsten der Gäste.

Am Ende stand für die Neustädter eine 25:26-Heimniederlage zu Buche, die mit mehr Cleverness sicher vermeidbar gewesen wäre.

TuS 1860 Magdeburg
: Donhof, Hoffmann - Finke, Schmelzer, Lewin 3, Krause 6, Michael, Teichert 1, Rinka 1, Käselitz 4, Höppner 7, Magalowski 3, Marek

Post SV: Preuß, Scheibe - Jordan 3, Schliephake 6, Kort, Hoscher 1, Frank 3, Zunkel, M. Dehnhardt, Süflow 4, Ch. Dehnhardt 4, Seel 1