Magdeburg (mhn) l Wie zuletzt häufig, gerieten die Olvenstedter zu Beginn in Rückstand (0:2, 1:3). Nach dem 3:3-Ausgleich verloren die Hausherren erneut den Spielfaden, lagen 7:9 und zur Pause 11:12 zurück.

Auch im zweiten Spielabschnitt legte der Gast zunächst stets vor, kam das schnelle Umschaltspiel der Hausherren nicht zur Entfaltung. Statt über den Tempogegenstoß zu einfachen Toren zu kommen, war der BSV gezwungen, sich im kräftezehrenden Positionsspiel durchzusetzen.

Nachdem der BSV beim 16:18 mit zwei Treffern hinten lag, konterte er zum 18:18-Ausgleich, den Florian Kamm mit dem 300. Saisontor des BSV erzielte.

Zudem dezimierten sich die Gäste nach und nach auf Grund der zahlreichen Hinausstellungen (insgesamt elf) infolge der körperbetonten Abwehraktionen selbst. Als beim 20:22 bereits der dritte Gästespieler disqualifiziert wurde, ging ein Ruck durch die BSV-Reihen. Angetrieben durch Falko Nowak, der nun immer wieder Verantwortung übernahm, erzielte der Gastgeber drei Tore in Folge und führte erstmals in dieser Partie - 23:22. Nun war der Spieß umgedreht: der BSV legte vor und Landsberg zog nach. In dieser spannenden Schlussphase behielt der BSV die Nerven und leistete sich keine Fehler mehr.

Zwar bekamen die Gäste aus dem Saalekreis mit dem Abpfiff noch einen direkten Freiwurf zugesprochen, konnten diesen aber nicht verwandeln, so dass die Neu-Olvenstedter letztlich denkbar knapp mit 28:27 gewannen.

BSV 93: Fredow, Kleineidam - Auerbach 3, Nowak 8, Kamm 2, Grüneberg 3, Thiele, Zengerling 4/4, Heinicke 1, Bischof 3, Hügen 1, Hanke 3, Ordnung, Siebenwirth

TSG Calbe - HSV Magbg. 37:30

Calbe (hjh) l Der Gastgeber ging als Favorit in die Partie, denn bei den Magdeburgern fehlten neben den Langzeitverletzten Florian Gleß auch Torjäger Mario Seifert (Urlaub), Daniel Lötterle (Prüfung) und Cedric Demirtas (verletzt). Die Gastgeber agierten, geduldet von den Schiedsrichtern, von Beginn an sehr aggressiv. So lag der HSV schnell mit 0:4 und 4:12 zurück.

Nach dem Rückstand kam der HSV langsam ins Spiel. Durch Tore von Michael Jahns und Michel Poek verkürzte der Gast auf 12:8. Doch zwei Zeitstrafen gegen den HSV nutzten die Gastgeber zur 16:11-Führung. Pech für den HSV, dass sich in der 25. Minute Maximilian Schulz ohne Gegnereinwirkung schwer verletzte. Nach einer Unterbrechung von 25 Minuten waren die HSV-Spieler wie gelähmt. Mit dem 20:12-Halbzeitstand war das Spiel gelaufen. Die Magdeburger bemühten sich in der zweiten Spielhälfte um eine Resultatsverbesserung, konnten auf 25:20 verkürzen (46.). Vergebene Torchancen verhinderten aber ein besseres Ergebnis.

HSV: Wiesner, Spandau - Krämer 2, C. Schulz 4/1, Krüger 1, Brunsendorf 2, A. Jahns 2, M. Jahns 8, Poek 10, Pigorsch, Krug 1, M. Schulz