Magdeburg l "Es war ein hartes Stück Arbeit. Aber wir haben ja auch nicht gegen eine Gurkentruppe gespielt, sondern gegen eine Mannschaft die seit Jahren in der Liga oben mit dabei ist. Man hat gesehen, dass Zerbst sehr gute Ansätze hat. Aber wir haben zur Zeit einen Lauf. Es war ein sehr ansehnliches Spiel", bilanziert René Angerer nach dem Schlusspfiff.

Beide Teams setzten von Beginn an auf die Offensive, erspielten sich zahlreiche gute Möglichkeiten. Dennoch fiel das 1:0 nach einem Standart. Ein langer Einwurf von Johannes Heise landete im Strafraum bei Andreas Wawilow. Der Stürmer reagierte blitzschnell und schob überlegt ins lange Eck ein (42). Die Zerbster Hintermannschaft machte in dieser Szene keine gute Figur.

Mit Beginn der zweiten Hälfte wurde die Partie hitziger. Die Gäste drängten auf den Ausgleich. Klare Chancen blieben zwar Mangelware, Zerbst hatte nun aber deutlich mehr vom Spiel. Die Mediziner agierten in dieser Phase zu passiv. Von einem geordneten Spielaufbau war nicht mehr viel zu sehen. So klingelte es fast wie aus dem nichts erneut im Kasten von Rot-Weiß. Heise beweis ein weiteres Mal seine überragenden Einwurfqualitäten. Der Ball flog quer durch den ganzen Strafraum. Herbert Worlich reagierte am kurzen Pfosten wartend am schnellsten und beförderte das runde Leder mit einer Direktabnahme über die Linie (73).

Trotz der beruhigenden Führung wurde es in der Schlussphase noch einmal spannend. Zerbst kombinierte sich in den 16er, Torwart Matthias Schneider musste raus aus seinem Kasten und war mit einer Hand am Ball aber auch am Gegner. Schiedsrichter Mario Lach blieb keine Wahl und pfiff Elfmeter. Bastian Wiegelmann behielt die Ruhe und verkürzte auf 2:1 (83.). Glück für den HSV Medizin, dass der Zerbster Patrick Möbius Sekunden vor dem Abpfiff sich trotz eines Fouls im Strafraum nicht fallen ließ und den Abschluss suchte. Schiri Lach hätte ansonsten wohl erneut auf den Punkt gezeigt. So blieb es beim insgesamt nicht unverdienten Dreier für den HSV Medizin.

"Es war für uns ein sensationelles Jahr. Erst der Aufstieg und jetzt diese überragende Hinrunde. Wenn mir einer vorher gesagt hätte, wir gehen mit 32 Punkten in die Winterpause, dann hätte ich ihm wahrscheinlich einen Vogel gezeigt. Jetzt fahren wir uns einen Monat lang so richtig runter. Dann holen wir uns die Kraft, ziehen die anderen Spiele auch noch und schauen mal was dabei heraus kommt", so Medizin-Trainer Angerer.

HSV Medizin: Schneider - Schönberg, Worlich, Pirk (78. Glöckner), Wawilow, Sprenger (66. Mierisch), Mueller (66. Petzoldt), Mai, Klauer, Platte, Heise

Tore: 1:0 Wawilow (42.), 2:0 Worlich (73.), 2:1 Wiegelmann (83. FE)