Die erste Halbserie der Saison 2014/15 in der Fußball-Verbandsliga ist Geschichte. Mit dem starken Aufsteiger FSV Barleben, Oberliga-Absteiger FC Grün-Weiß Piesteritz und dem MSV 90 Preussen haben noch drei Teams berechtigte Chancen auf die Meisterschaft und den Aufstieg.

Magdeburg l Dabei hatte sich der Aufsteiger aus dem Dorf nahe der Landeshauptstadt zunächst den Klassenerhalt auf die Fahne geschrieben. Doch bei acht hochkarätigen Neuzugängen, teilweise mit Regionalliga- und Oberligaerfahrung, war klar, dass es für den FSV eigentlich nur Richtung oberes Tabellendrittel gehen kann.

Als dann auch noch der gefürchtete Auftaktmonat August mit den Punktspielen gegen Stendal (H, 1:1), Sangerhausen (A, 2:1), Ammendorf (A, 1:1) und HFC II (H, 2:2) sowie dem Pokalspiel in Braunsbedra (2:0 n.V.) vorüber war, wusste man beim FSV, wo die Reise lang gehen kann. Letztlich spielte der Herbstmeister danach bis zur Winterpause nur noch zwei Mal Remis, gewann zehn Punktspiele und ein Pokalspiel, blieb als einzige Mannschaft der Verbandsliga im ersten Spielhalbjahr ohne Niederlage in einem Pflichtspiel.

Viel Auf- und Ab gab es für den Oberliga-Absteiger aus Piesteritz. Schmerzhaft waren für die Grün-Weißen dabei sicherlich die drei Niederlagen, wobei das 0:5 in Barleben sowie das 1:5 in Merseburg recht deftig ausfielen. Trotzdem, mit einem Sieg im Nachholspiel in Oschersleben (14. Februar) können die Piesteritzer bis auf einen Punkt an Barleben heranrücken und weiter ihren Traum von der Oberliga-Rückkehr träumen.

Einige Restchancen sollten auch noch die Preussen haben, die gegenwärtig fünf Punkte hinter dem FSV auf Rang drei platziert sind. Zehn Siege sowie je drei Remis und Niederlagen sind im Rahmen dessen, was sich Trainer und Elf vor der Saison vorgestellt haben. "Wir wollen den dritten Platz bestätigen und durch guten Fußball auffallen. Platz drei bis fünf ist realistisch, denn die Liga ist durch die beiden Oberliga-Absteiger und die zwei starken Aufsteiger nicht schlechter geworden", blickte Preussen-Trainer Alexander Daul in der Volksstimme-Sonderbeilage "Anstoss" voraus.

Auffallend ist, dass der Spitzenreiter in eigenen Gefilden so seine Probleme hat, büßte er doch durch die drei Heimremis allein sechs Punkte ein. Dafür zeigte sich der FSV als die bisher mit Abstand beste Auswärtsmannschaft.

Am Tabellenende ist mit der blutjungen Mannschaft des Schönebecker SC der erste Absteiger wohl gesetzt. Null Punkte und ganze vier Tore brachten die nach dem Abgang sämtlicher vorjähriger Spieler völlig umformierten Grün-Weißen bisher zustande, kassierten dabei 128 Gegentreffer. Als Abstiegskandidat Nummer zwei hat sich der TSV Völpke herauskristallisiert, der bereits acht Punkte Rückstand auf den rettenden 14. Rang hat.

Allen etwaigen Hoffnungen oder Befürchtungen, die beiden Tabellenletzten würden auch im kommenden Jahr durch Hintertüren in der Liga spielen, schob Obmann Klaus-Peter Fischer einen Riegel vor: "Die beiden Letztplatzierten steigen definitiv ab!" (siehe Kasten)