Sieg und Niederlage für Magdeburgs Handballer in der Sachsen-Anhalt-Liga. Während sich der BSV 93 zu einem 37.32 über den HBC Wittenberg kämpfte, kassierte der HSV Magdeburg zum Abschluss der Hinrunde eine 27:31-Heimniederlage gegen Tabellenführer Langenweddingen.

BSV 93 - HBC Wittenberg 37:32

Neu-Olvenstedt (mhn) l Die Olvenstedter zeigten im ersten Spiel im neuen Jahr eine schwache Leistung gegen den abstiegsbedrohten Gast. Vor allem die erste Hälfte gestaltete sich für die Landeshauptstädter schwierig. Durch den zu statisch wirkenden Angriff der Magdeburger und einer durchwachsenen Abwehrleistung konnten die Gäste lange den Anschluss halten.

Den Beginn der ersten Halbzeit verschliefen die Olvenstedter. Dabei passte insgesamt das Abwehrverhalten der BSV-Akteure nicht, die sich nicht konsequent verschoben und somit dem Gegner zu viele Lücken zum Durchbruch eröffneten. Nach zwei Treffern von Falko Nowak konnte der BSV erstmals selbst in Front gehen. Über schnell vorgetragene Angriffe von Florian Kamm setzten sich die Olvenstedter nun mit vier Toren auf 12:8 ab. Selbst in Überzahl leisteten sich die Magdeburger jedoch zu viele technische Fehler im Spielaufbau. Somit konnte der HBC den Anschlusstreffer erzielen. Über die Spielstände 12:11 und 16:12 konnten die Elbestädter dennoch mit einer beruhigenden 19:15-Halbzeitführung in die Kabine gehen.

Die zweite Hälfte eröffnete der BSV gleich mit zwei Treffern in Folge. Allerdings war der Spielaufbau weiterhin zu schleppend. Nach einem Vier-Tore-Lauf der Magdeburger zum vorentscheidenden 27:20-Zwischenstand schien die Partie gelaufen. Allerdings kassierte Torhüter Florian Fredow nach einem abgefangenen Gegenstoß der Gäste eine umstrittene Disqualifikation. Der HBC nutzte die folgende Überzahlsituation und erzielte drei Treffer in Folge.

Der BSV kam zu einigen Ballgewinnen und besann sich auf sein Umkehrspiel. Das nutzten die Hausherren zu schnellen Gegenstößen und setzten sich wieder auf sieben Treffer ab. Obwohl die Gäste zu keinem Zeitpunkt zurücksteckten, war die Partie nun endgültig entschieden.

Mit einem am Ende soliden 37:32-Sieg konnte sich der BSV den Medaillenrängen ein Stück nähern und zog vorerst am Stadtrivalen HSV Magdeburg vorbei.

BSV 93: Fredow, Kleineidam - Nowak 7, Auerbach 3, Kamm 3, Heinicke, Grüneberg 1, Thiele 2, Zengerling 6/6, Bischof 4, Hanke 2, Hügen 3, van Stigt 2, Ordnung 4

HSV - SV Langenweddingen 27:31

Stadtfeld (hjh) l Der Spitzenreiter erwischten einen guten Start und führten nach sechs Minuten mit 3:0. Von diesem Blitzstart der Gäste erholten sich die Magdeburger nur langsam. Nach sieben Minuten konnte der frühere Langenweddinger Mario Seifert auf 1:3 verkürzen. Überhastete Torwürfe und einige technische Fehler wurden von den Gästen weiterhin eiskalt bestraft. So lagen die Gastgeber nach 18 Minuten mit 4:10 zurück. Doch der HSV kämpfte sich wieder heran. Nach 25 Minuten traf Mike Brunsendorf zum 9:13. Doch damit nicht genug. Nils Krug und Moritz Leo waren erfolgreich und Tabellenführer SVL führte nur noch mit 13:12.

Nach der Pause trafen die Gastgeber zum 13:13. In den folgenden Minuten blieb es eng. In der 42. Minute nutzten die Gäste ein Überzahlverhältnis und setzten sich auf 22:17 ab. Michael Jahns brachte den HSV aber wieder auf Schlagweite heran, verkürzte auf 26:23 (51.). Doch in der Schlussphase spielte der HSV wieder überhastet. Zu schnell wurde der Abschluss gesucht. Das machten die Gäste besser. Sie hielten die Magdeburger auf Distanz und kamen zum nicht unverdienten Erfolg.

Am Sonnabend empfängt der HSV die abstiegsbedrohte HSG Wolfen, muss der BSV 93 beim Tabellenzweiten TSG Calbe ran.

HSV: Wiesner, Gleß - Krämer, C. Schulz 1, Krüger, Brunsendorf 1, Demirtas 2, A. Jahns 1, M. Jahns 10/3, Poek 4, Pigorsch, Krug 1, Seifert 6, Leo 1