Deutlich mit 4:0 setzte sich Regionalligist VfB Germania Halberstadt im Finale des XV Kroschke-Cups gegen Titelverteidiger MSV 90 Preussen durch. Platz drei ging an Eintracht Braunschweig II, Vierter wurde der TuS 1860 Magdeburg.

Stadtfeld l Torschützen für die Vorharzer waren im Finale Jan-Christian Meier, Carl Labisch, Kevin Nennhuber und Telmo Teixeira. Halberstadts neuer Trainer Henri Fuchs freute sich gemeinsam mit Präsident Olaf Herbst über diesen ersten Erfolg unter dem seiner Regie. "Dieser Sieg gibt weiter auftrieb", so der neue Germania-Coach.

Auch die unterlegenen Preussen waren stolz auf ihre erneut gute Leistung. "Wir sind sehr zufrieden mit unserem Abschneiden, haben immerhin zwei Regionalligisten hinter uns gelassen", so Trainer Alexander Daul.

Als bester Torschütze des Turnieres wurde Kevin Nennhuber (5 Treffer) vom Pokalsieger Germania Halberstadt ausgezeichnet. Die Ehrung für den besten Torwart erhielt Steven Ebeling vom MSV 90 Preussen, als bester Feldspieler wurde Marcel Bär von Eintracht Braunschweig II geehrt.

Vor rund 1 700 Zuschauern in der ausverkauften Hermann-Gieseler-Halle begann das Turnier gleich mit einer Überraschung. Regionalligist 1. FC Magdeburg unterlag in einer Neuauflage des Finales vom vergangenen Jahr dem MSV 90 Preussen aus der Verbandsliga mit 0:1. Schütze des goldenen Tores war Patrick Appel.

Im zweiten Spiel der Gruppe A blieb die Überraschung aus, setzte sich der VfB Ottersleben mit 1:0 gegen den SSV Besiegdas durch. Es sollten die einzigen Punktgewinne des VfB in diesem Turnier bleiben. Damit setzten die Südwester die Reihe der durchwachsenen Resultate in diesem Turnier fort.

Preussen-Kicker geben sich keine Blöße

Bereits im zweiten Gruppenspiel ging es also für den Club um alles. Doch Ligakontrahent Germania Halberstadt war der erwartet schwere Gegner, setzte sich mit 2:1 durch, reduzierte die Chancen des FCM auf das Weiterkommen auf ein Minimum, zumal die Preussen in ihrem zweiten Spiel durch ein 1:0 über Besiegdas weitere drei Zähler einfuhren.

Erst im dritten und vierten Spiel überzeugte der FCM, bezwang zunächst Ottersleben mit 4:0 und danach Besiegdas mit 6:0 Toren. Die Preussen verloren zwar ihr drittes Spiel gegen Halberstadt mit 0:1, doch das 2:1 im letzten Vorrundenspiel gegen Ottersleben bedeutete Rang zwei hinter Halberstadt, während der FCM als Gruppendritter ausschied. Bedauerlich allerdings, dass Preussen-Kicker Steve Röhl im Halberstadt-Spiel nach einem Zweikampf mit Ivan Ristovski mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ausgewechselt werden musste. Dieser Verdacht bestätigt sich später im Krankenhaus. Heute wird entschieden, ob gar ein operativer Eingriff erforderlich ist.

TuS-Mannen wachsen über sich hinaus

In der Gruppe B zeigte Regionalligist Eintracht Braunschweig II keine Blöße, gewann alle vier Vorrundenspiele und sicherte sich mit zwölf Punkten Rang eins. Dahinter erwarteten die Zuschauer Verbandsligist Barleben oder die Landesligisten MSV Börde und SV Fortuna. Doch weit gefehlt. Außenseiter TuS 1860 Magdeburg machte das Rennen.

Im ersten Spiel der Eintracht mit 0:3 unterlegen, sah es nach gut fünf Minuten des zweiten Spieles und einem 0:2-Rückstand gegen den MSV Börde bereits nach dem Ausscheiden aus. Angetrieben von Michel Dolke, starteten die Neustädter eine Aufholjagd und gewannen noch mit 4:2. Nach den weiteren Siegen gegen Barleben (3:2) und den SV Fortuna (2:0) stand der TuS als Gruppenzweiter fest, während Börde, Fortuna und vorallem Barleben nur die Ränge drei bis fünf blieben.

Im ersten Halbfinale standen sich die Preussen und Braunschweig II gegenüber. Nach dem 1:1 nach regulärer Turnierspielzeit musste die Entscheidung im Neunmeterschießen fallen. Dabei setzten sich die Sudenburger um Keeper Ebeling durch.

Halberstadt dreht in den Entscheidungsspielen auf

Im zweiten Semifinale fehlten dann den TuS-Männern die Körner. Deutlich mit 7:0 setzte sich Halberstadt durch und zog zum zweiten Mal in das Finale ein. Auch in diesem waren die Vorharzer sofort auf der Höhe, gewannen deutlich mit 4:0 und feierten ausgelassen den Sieg.

Der TuS 1860 Magdeburg verkaufte sich wie bereits zuvor im Turnierverlauf auch im Neunmeterschießen um den dritten Platz sehr teuer, unterlag der Braunschweiter Reserve erst nach großem Kampf mit 2:3 Toren, freute sich anschließend aber gemeinsam mit seinen Fans über den tollen vierten Rang.

   

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