Stadtfeld (aej) l Der HSV Magdeburg hat das Spitzenspiel der Sachsen-Anhalt-Liga der Handball-Frauen verloren. Gegen den körperlich überlegenen Rangdritten SV Oebisfelde gab es für die Magdeburger Frauen auf fremden Terrain eine nicht unbedingt unverdiente, aber durchaus vermeidbare 26:28 (9:15) Niederlage.

Während die Heimmannschaft im ersten Durchgang eine ihrer besten Halbzeiten ablieferte, wirkte die HSV-Sieben mehrfach im Angriff ideenlos. So ging der SVO verdient mit 3:0 in Führung. Doch der HSV egalisierte diesen Rückstand schnell mit dem einzigen Ausgleich zum 3:3 (8.) im gesamten Spiel.

Danach setzte sich der Tabellendritte, der immer wieder über den gefährlichen Rückraum erfolgreich war, erneut auf 3:6 ab. Zwar konnte die HSV-Sieben noch einmal auf 7:8 (18.) verkürzen, doch bis zum Ende der ersten Halbzeit spielten sich die Allerstädterinnen in einen Rausch, führten zur Pause deutlich (9:15).

Für die zweite Halbzeit war klar, hier geht nur noch was, wenn man den Kampf annimmt und strukturierter spielt. Zumindest was die Einsatzbereitschaft betrifft, waren die Stadtfelderinnen dem Gegner nun mindestens ebenbürtig.

Allerdings passte die Struktur in gewissen Situationen einfach immer noch nicht. So dauerte es bis kurz vor Schluss, ehe der Tabellenführer doch noch einmal auf ein Tor (25:26) heran kam. Doch gerade in dieser Phase waren es wieder einfache Fehler der jungen Mannschaft, die eine mögliche Wende verhinderten. So gewannen die Damen aus Oebisfelde die Partie vor allem auf Grund der ersten Halbzeit nicht unverdient mit 28:26 und machten die Meisterschaft dadurch wieder spannend.

"Einsatz und Wille, das Spiel zu drehen, waren in der 2. Halbzeit absolut in Ordnung. Die schwache erste Halbzeit und das Verlassen der eigenen Linie sind die Gründe für diese Niederlage", so HSV-Trainer Jens Aebi nach dem Spiel

HSV Magdeburg: Schick; Drews - Va. Goldgraebe, Kumpf 4, Vi. Goldgraebe 1, Zieger, Winkler 3, Meineke 5, Falkenberg 3, Lorenz; Wolke 1, Corfei 7, Ruge 2