Alle drei Magdeburger Vertretungen in der Sachsen-Anhalt-Liga der Frauen waren am Wochenende siegreich. Das gab es erst einmal in der laufenden Saison.

MSV 90 - TSG Calbe33:32

(hm) Nach der Niederlage im Landespokal-Halbfinale in Dessau gingen die MSV-Frauen mit gemischten Gefühlen in die Begegnung gegen die TSG Calbe. Allerdings konnte Trainer Thomas Görlich mit Susan Buchholz, die früher in der 3. Liga für den HSV Haldensleben und zuletzt in Hohendodeleben spielte, eine neue Spielerin begrüßen, die sich mit drei Treffern auch gleich gut einführte. Da Betreuerin Susanne Joneck mit für das Tor bereits auf dem Protokoll vermerkt war, standen immerhin acht MSV-Akteurinnen zur Verfügung.

Dennoch fanden die Lemsdorferinnen schwer ins Spiel, lagen schnell mit sieben Toren hinten, ehe bis zur Halbzeitpause auf 13:19 verkürzt werden konnte. Bis dahin stimmte nicht viel im MSV-Spiel, agierte die Abwehr viel zu passiv, hinderten technische Fehler einen Spielfluss. Dazu kamen zahlreiche Fehlwürfe.

Im zweiten Abschnitt ging dann ein Ruck durch die Mannschaft. Spielmacherin Anika Kracht trieb das Team nach vorn, steuerte 12 Treffer bei. Michaela Pflanz bekam nun wichtigen Bälle zu greifen, Lincke und Zunkel waren im Konterspiel erfolgreich. Der MSV 90 schaffte tatsächlich den 26:27-Anschlusstreffer.

Kurz vor Abpfiff überschlugen sich die Ereignisse. In der letzten Spielminute führte der Gast noch mit 32:31, Ballbesitz Calbe, Fehlpass, Konter über Jessica Reß - 32:32. Auch den nächsten Angriff vergab die TSG, während Lincke drei Sekunden vor Schluss zum glücklichen 33:32 traf.

MSV 90: Pflanz, Joneck - Kracht 12/8, Zunkel 9, Jessica Reß 3/1, Körtge 2 , Lincke 4, Buchholz 3

Anhalt Bernburg - HSV 25:29

(aej) Die Vorzeichen waren nicht unbedingt die besten. Aus verschiedensten Gründen standen dem HSV nur sieben gesunde Spielerinnen zur Verfügung. Daraufhin erhielt die erst 16-jährige Carolin Held früher als geplant und dann sehr kurzfristig ihr Erwachsenenspielrecht. Mit Cindy Degen gab eine alte Bekannte ihr Debüt im HSV-Dress. Beide lösten ihre Aufgabe ordentlich. Zudem stellten sich Alexan-dra Wolke und Tabea Drews, allerdings noch merklich angeschlagen, in den Dienst der Mannschaft.

Trotzdem begannen die Stadtfelderinnen gewohnt offensiv. Allerdings hatten sie von Beginn an Probleme mit dem Ball. Zu allem Überfluss verletzte sich Monique Kumpf frühzeitig, die fortan nicht mehr weiter spielen konnte.Dennoch führte der Spitzenreiter mit 5:1 und 7:2, ehe Bernburg auf 6:8 verkürzen konnte.

Nach der Pause (9:13) erhöhte der Tabellenführer den Vorsprung wieder auf 16:10. Doch der SV Anhalt ließ sich nicht abschütteln und verkürzte auf 14:16. Bis zum 23:24 blieb die Partie spannend. In der Endphase zeigte sich die HSV-Sieben dann wieder äußerst aggressiv und engagiert, sorgte beim 23:28 für eine Vorentscheidung und sicherte sich in dem umkämpften Spiel bei einem engagierten Gastgeber den zwölften Saisonsieg.

HSV: Schick - Va. Goldgraebe 8, Kumpf, Vi. Gold-graebe, Winkler 8, Meineke 1, Wolke 2, Corfei 7, Degen 1, Drews 2, Held

Jessner SV - FSV 23:30

(mmu) Obwohl personell dünn besetzt, fuhren die Fermersleberinnen als klarer Favorit zum punktlosen Tabellenletzten nach Jessen.

Allerdings verschlief der Tabellenzweite den Start. Die Führung der Jessenerinnen (3:1, 4:2 und 5:3) war durch viele Ballverluste und eine sehr starke Jessener Torhüterin möglich. Zumindest kämpferisch wusste der FSV zu gefallen. Dem 5:5-Ausgleich folgte ein 5:1-Lauf und beim 10:6 zu Gunsten des FSV nahm der Heimtrainer seine erste Auszeit. Einem kurzen Strohfeuer (8:10-Anschluss) folgten nochmals starke FSV-Minuten, sodass beim 9:14 die Seiten gewechselt wurden.

Die zweiten 30 Minuten zeigten das gleiche Bild. Der Gast kämpfte mit eigenen technischen Fehlern und der Jessener Torhüterin. Dennoch gelang es den Vorsprung zunächst auszubauen. Über die Stationen 11:17 und 14:20 führte der FSV beim 18:25 erstmals mit sieben Toren, musste aber später, auch im Ergebnis umstrittener Zeitstrafen, den 23:27-Anschluss hinnehmen.

Doch eine Schlussoffensive machte alle Hoffnungen der Jessenerinnen zunichte und der FSV stellte mit einem 3:0-Lauf den 23:30-Endstand her. Erfreulich, dass alle FSV-Feldspielerinnen trafen, auch Katja Dellin aus der FSV-Zweiten.

FSV: Slotta, Weitland - Gottschalk 2, Daul-Acksteiner 2, Dellin 2, Wilke 2, Musche 10, Engelmann 3, Schröder 9