Von Martin Musche

Magdeburg l Die Frauen des Fermersleber SV feierten in der Sachsen-Anhalt-Liga einen deutlichen 41:31 (21:12)-Auswärtserfolg bei der SG Seehausen in der Altmark. Beste Werferinnen auf Seiten des Siegers waren Anne Pätzold (12) und Christiane Wilke (10.).

Entgegen der vorhergehenden Spiele war der FSV vom Start weg bestimmend. Der schnellen 3:0-Führung folgte nur ein kurzes Aufbäumen der gastgebenden SGS. Doch nach dem 4:3-Anschlusstreffer zog der favorisierte FSV auf 17:7 davon.

Ausschlaggebend dafür war eine weitestgehend sattelfeste Abwehr. Lediglich Bianca Braune konnte den Magdeburger Deckungsverband ab und an überwinden. Immer wieder konnten technische Fehler der SG und Überzahlsituationen in einfache Gegenstoßtore umgewandelt werden. Und wenn es in den Positionsangriff ging, wusste vor allem Christiane Wilke ihren Raum am Kreis zu nutzen, profitierte dabei immer wieder von klasse Anspielen ihrer Mannschaftskolleginnen.

Dem ersten Zehn-Tore-Vorsprung folgte eine kurze Phase der Unkonzentriertheit (12:18-Anschluss), die in den letzten Minuten der ersten Hälfte zum 21:12 korrigiert und wurde.

Die Geschichte der zweiten 30 Minuten ist schnell erzählt. Die Fermersleberinnen wurden ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht, zogen trotz einiger Fehler in der Deckung uneinholbar auf bis zu 14 Tore davon.

Dass dieser Vorsprung bis zum Abpfiff auf zehn Tore "schmolz", lag an zu vielen technischen Fehlern im Angriffsspiel. Ihr übriges taten allein fünf Zeitstrafen im zweiten Abschnitt. Zu beobachten hierbei ein Bild, dass sich wie ein roter Pfaden durch weite Teile der aktuellen Saison zieht. Zu häufig müssen die Damen des FSV harte Fouls ohne Bestrafung einstecken, kassieren aber für gleichwertige oder schwächere Fouls Zeitstrafen.

Nach dem Auswärtsspiel in Schkopau am Sonnabend freut man sich auch beim FSV 1895 bereits auf das in zwei Wochen anstehende Derby zu Hause gegen den HSV Magdeburg.

Fermersleber SV: Slotta - Sauer 2, Gottschalk 2, Daul-Acksteiner, Pätzold 12, Wilke 10, Musche 6, Rokowski, Engelmann 2, Schröder 6