Stadtfeld l Mit der 23:28 (11:11)-Heimpleite im Spitzenspiel gegen den TSV Burgdorf kassierte der SC Magdeburg innerhalb von sechs Tagen die zweite Niederlage und verspielte seine gute Ausgangsposition im Kampf um das Erreichen der Viertelfinal-Play-offs um die deutsche Meisterschaft.

"Wir haben es nun nicht mehr selbst in der Hand, müssen aufpassen, um am Ende wenigstens Zweiter in der Liga zu werden", befand SCM-Trainer Martin Ostermann nach der erneuten Enttäuschung, um zu ergänzen: "In der Abwehr haben wir gar nicht so schlecht gespielt, aber beide Torhüter waren schwach, so dass wir uns unserer schärfsten Waffe, dem schnellen Umkehrspiel, selbst beraubten."

Wie schon bei der 27:36-Niederlage zuletzt in Flensburg klappte das Zusammenspiel Abwehr - Torwart nicht, kamen die Hannoveraner unter den Augen von Rechtsaußen Nico Richter, der in Zivil hinter der Bank saß, immer wieder zum erfolgreichen Abschluss. Konnten die Elbestädter den ersten Abschnitt noch offen halten, mussten sie sich auch nach Wiederbeginn jeden Treffer schwer erarbeiten. Tim Wiebe hielt die Gastgeber mit seinen Toren von neun Metern zunächst noch in Schlagweite.

Als er jedoch eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte, zog der TSV Burgdorf erstmals auf drei Tore davon - 14:17 (38. Minute). Auch der zwischenzeitliche Torwartwechsel von Heisinger auf Kirchner zeigte nur kurzfristige Wirkung, die Niedersachsen bauten ihre Führung auf sechs Tore aus - 17:23 (49.). Als dann der zweite TSV-Keeper Oelkers auch noch zwei Strafwürfe parierte und der SCM mehrere freie Würfe ausließ, "vogelwild" spielte, war die Heimniederlage perfekt.

SCM: Heisinger, Kirchner - Herda 4, Popa 1, Friedrich 1, Kleinert 1, Heyer, Hübner 1, Michael 4, Wiebe 7, Wetzel, Wasielewski 2, Danowski, Kluge 2