Magdeburg l Im Endspurt der Mitteldeutschen Hockey-Oberliga will der Tabellenzweite MSV Börde (30 Punkte) zu gern dem Spitzenreiter ESV Dresden (31) den möglichen Meistertitel noch entreißen.

Dazu muss der MSV morgen in der letzten Punkterunde in Dresden gegen den Freiberger HTC und den HC Lindenau-Grünau Leipzig siegreich bleiben und auf einen Ausrutscher des Gastgebers hoffen. Für die Stadtfelder aber keine leichte Aufgabe, mussten sie doch, u.a. bedingt durch die Hallen-Weltmeisterschaft in Leipzig, eine fünfwöchige Punktspielpause überbrücken.

Zudem lief es in den davorliegenden Punktspielen spielerisch nicht optimal, auch wenn diese Spiele erfolgreich gestaltet werden konnten. Dabei wurden jedoch die taktischen Vorhaben zu wenig umgesetzt, zudem fehlte es oftmals an der nötigen Ruhe und Übersicht beim Torabschluss.

Im entscheidenden Endspurt sind jetzt gute Nerven und spielerische Ruhe gefragt. Sollte es mit dem Durchmarsch nicht klappen, muss das Team nicht traurig sein: Die Stadtfelder haben ihre Anhänger in dieser Hallensaison mehr als zufrieden gestellt, boten eine tolle Aufsteiger-Saison.

Spielertrainer Jakob Gepp hofft, in den vergangenen Trainingseinheiten mit guter Ansprache und spezifischen Trainingsinhalten die Grundlage zu zwei erfolgreichen Spielen gelegt zu haben.

Dabei könnten die beiden Begegnungen nicht unterschiedlicher sein. Der bereits als Absteiger feststehende Freiberger HTC wird sein Heil mit viel Defensivarbeit suchen. Der Tabellendritte aus der Sachsenmetropole Leipzig wird mit spielerischer Präsenz auftrumpfen.

Gepp ist aber Realist genug, sieht, dass sich die Dresdner mit dem Heimvorteil im Rücken gegen den Vorletzten Post SV Chemnitz (7.) und den Rangfünften TSV Blau-Weiß Torgau den Regionalliga-Aufstieg nicht mehr nehmen lassen werden. Personell hat Gepp alles dabei, wobei er der sogenannten "zweiten" Reihe mehr Einsatzzeiten geben will.