Magdeburg (su) l In der 3. Handball-Liga Ost kehrte der SC Magdeburg II mit einem 28:28 (19:16)-Unentschieden im Gepäck von seinem Gastspiel beim HSV Hannover an die Elbe zurück. Bester Werfer der Gäste waren Tomasz Gebala und Nico Richter (je 9).

"Mit dem Ergebnis kann ich einfach nicht zufrieden sein, zumal wir die meiste Zeit über geführt haben", äußerte sich SCM-II-Trainer Bennet Wiegert nach dem Spiel.

Der gastgebende HSV führte zwar mit 1:0. Doch danach war es der SCM II, der das Geschehen in der Misburger Sporthalle bestimmte. Bis zur 5. Minute hielt der Gastgeber noch gegen (3:3), dann setzte sich der SCM II über die Zwischenstationen 7:4 (8.) und 9:5 (13.) auf 14:9 (20.) ab. Dieser Fünf-Tore-Vorsprung hatte auch sechs Minuten später beim Stand von 17:12 für den SCM II noch Bestand, ehe der Gastgeber bis zur Pause (16:19) verkürzen konnte.

Nach dem Seitenwechsel wogte die Partie hin und her, der Gast blieb aber meistens weiter die bestimmende Mannschaft. Der SCM II baute zunächst seine Führung auf 20:16 (31.) aus, vier Minuten später war der Gastgeber beim Stand von 19:20 (35.) wieder dran. Dann kam der SCM II wieder in Gang, führte durch Richter mit 24:20. Dieses Tor sollte für zehn Minuten das letzte für den SCM II gewesen sein, so dass Hannover auf 23:24 verkürzte (48.).

Danach kam aber wieder die Club-Reserve zum Zug, Saul, Zimmer und Richter trafen zum 27:24. Doch auch diese sollte letztlich nicht zum Sieg reichen. Neun Sekunden vor Ultimo traf Hannover zum 28:28, der Club hatte dann zwar noch die Siegtorchance, verfehlte aber das leere Tor knapp.

"Es war ein Spiel mit zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten. Die erste war von uns sehr gut, die zweite Hälfte war für uns sehr schwer, da erzielten wir auch nur neun Tore. Was letztlich zu wenig war."

Dafür hatte der SCM II aber in anderer Hinsicht für eine Überraschung gesorgt. Auf Grund der Verletzungsmisere der SCM-Torhüter zauberte Bennet Wiegert mit Andreas Stange einen Ex-Bundesliga-Torhüter des Clubs aus dem Hut, der auf der Bank Platz nahm und für den absoluten Notfall bereit stand, aber nicht eingesetzt wurde.

"Ich habe Andreas am Sonnabend angerufen und ihn gefragt, ob er uns für dieses Spiel helfen könnte. Er hat zugesagt, zumal er ja in Hildesheim wohnt, so logistisch keine großen Kosten anfielen und er seit Anfang Februar, als wir eine ähnliche Situation hatten, eh eine Spielberechtigung für uns hat. Es wird aber eine Ausnahme bleiben", so Wiegert am Volksstimme-Telefon.

SC Magdeburg II: Stange, Ambrosius - T. Gebala 7, Zimmermann 4, M. Wasiliewski, Uscins, J. Wasielewski, Kluge, Sohmann 4/3, Saul 5, M. Gebala 1, Kleinert, Richter 7.