Magdeburg l In der 16. Runde der 2. Classic-Bundesliga Ost, 200 Wurf, kam es im Spitzenspiel zum Duell zwischen den Tabellenzweiten SV Grün-Weiß Granschütz und dem Dritten Magdeburger SV 90, wobei der Gastgeber letztlich mit Glück und Können den Sieg mit 5 530 : 5 517 Holz einstreichen konnte.

Die Grün-Weißen hatten dabei Glücksgöttin Fortuna auf ihrer Seite. Bereits zum fünften Mal in dieser Spielzeit entschieden die Kegler aus dem Burgenlandkreis eine knappe Partie zu ihren Gunsten.

Damit ist das Rennen um den Vizemeistertitel in der 2. Bundesliga entschieden. Der MSV 90 muss in den verbleibenden beiden Wettkämpfen die Bronzemedaille gegen den KSV Freital verteidigen.

Dabei hatten die Elbestädter im Burgenland lange Zeit mehr als einen Fuß in der Tür der grün-weißen Gastgeber, waren drauf und dran, die Punkte zu kassieren. Das Granschützer Schlusspaar, vor allem Kapitän Lutz Kanold, hatte aber schließlich zur rechten Zeit die passenden Würfe parat und rettete 13 Zähler über die Ziellinie.

Erwartungsgemäß brachte der Gastgeber im Starterpaar mit Oliver Heinold (955) seinen besten Akteur und Magdeburg musste mit Wunderlich (910) und Schmidt (938) geschlossen dagegen halten, um den Rückstand zu begrenzen. Dies gelang, doch auch der zweite Granschützer Weber (927) spielte stark, so dass die Grün-Weißen vorerst mit 34 Zählern in Führung gingen.

Im Mittelpaar drehten die Elbestädter den Spieß um, verwandelten den Rückstand in einen knappen Vorsprung von 21 Holz. Steffen Blumtritt agierte hier mit vortrefflichem Abräumerspiel besonders stark und hatte seinen Gegner Müller mit 949:912 Holz gut unter Kontrolle. Auch Gerhard Pie-kacz gewann seine Partie gegen Hammer mit 883:865 Punkten, verpasste aber die anvisierten 900 Holz.

Spannung und Dramatik pur gab es dann im finalen dritten Durchgang. Der MSV 90 verteidigte seine knappe Führung bis zur letzten Bahn. Granschütz gab sich niemals auf und hielt Anschluss, bis sich kurz vor Ultimo die Chance zum Vorbeiziehen bot. Fuchs (926) und Kanold (945) packten die Gelegenheit beim Schopfe und mit buchstäblich den letzten Würfen stand der Sieg für die Heimmannschaft fest. Maik Siegemund (946) und Uwe Hecht (891) mussten die vergebene Siegchance verdauen und anerkennen, dass die Grün-Weißen ihnen vor allem im Abräumerspiel den Schneid abkauften.