Stadtfeld l Die SCM-Youngsters präsentieren sich derzeit in der 3. Handball-Liga Ost der Männer mit zwei sehr unterschiedlichen Gesichtern. Monierte SCM-Coach Bennet Wiegert nach dem 37:33-Heimsieg gegen Pirna noch das schwache Abwehrverhalten besonders im zweiten Spielabschnitt, gelang den jungen Elbestädtern beim 28:28 zuletzt beim HSV Hannover zwischen der 39. und 49. Minute kein eigener Treffer.

Diese bislang ungekannte Torflaute relativierte Wiegert allerdings anschließend: "In dieser Phase standen wir praktisch nie vollzählig auf der Platte, kassierten andauernd Zwei-Minuten-Strafen. Wenn man das halbwegs zu Null übersteht, bin ich zufrieden."

Fakt ist, gegen den nächsten Gast am Sonntag ab 17 Uhr in der Hermann-Gieseler-Halle, den Northeimer HC, sollten sich die jungen Elbestädter nicht zu viele Schaltpausen erlauben und sich vor allem nicht vom 14. Tabellenplatz blenden lassen. Auch für Coach Wiegert sind die Niedersachsen eine "Wundertüte". Beim Spitzenreiter HC Elbflorenz führten sie nach 58 Minuten mit 28:27, um noch mit 28:29 zu verlieren. Und auch die SCM-Zweite musste im Hinspiel kämpfen, um mit 30:29 zu gewinnen.

Personell hat Wiegert gegen Northeim, bei denen mit Maurice Wilke und Sören Lange zwei Ex-Magdeburger die treibenden Kräfte sind, fast keine Sorgen, wenn sich denn tags zuvor die A-Jugend-Spieler in ihrem Bundesliga-Spiel gegen den VfL Bad Schwartau nicht verletzen. Einzig Vincent Sohmann fehlte am Mittwoch beim Training, kämpfte mit einem Magen-Darm-Infekt. Allerdings hat der Linksaußen momentan die nötige Zeit zum Auskurieren, nachdem er seine Ausbildung an der Fachhochschule der Polizei in Aschersleben abgebrochen hat.