Rückschlag für Verbandsligist MSV 90 Preussen. Die Sudenburger mussten sich am Sonntagnachmittag in einer gutklassigen Partie dem 1. FC Lok Stendal mit 2:4 (1:1) geschlagen geben, womit sich der Rückstand auf Tabellenführer FSV Barleben, der 1:0 bei der HFC-Zweiten siegte, auf nunmehr acht Zähler vergrößerte.

Sudenburg l Die 162 zahlenden Zuschauer im Heinrich-Germer-Stadion, davon die Hälfte aus der Altmark, sahen am Sonntagnachmittag ein gutklassiges Verbandsliga-Spiel von beiden Teams, wobei die Gäste aus der Altmark eiskalt von den Ballverlusten der insgesamt zu hoch stehenden Preussen profitierten.

Nach einer viertelstündigen beiderseitigen Abtastphase hatte Matthias Rhode die erste Möglichkeit der Gastgeber. Im Gegenzug nahm Preussen-Keeper Steven Ebeling dem durchbrechenden Lok-Angreifer Benedikt Nellessen den Ball vom Fuß. Vor dem 0:1 setzte sich der wuselige Nellessen gegen gleich vier Preussen im Strafraum durch, passte auf Philipp Gross, der Ebeling keine Abwehrchance ließ (35.).

Noch vor der Pause gelang Ersatz-Kapitän Tobias Tietz der 1:1-Ausgleich, als er in Richtung Eckfahne abgedrängt, Lok-Keeper Bryan Giebichenstein mit einem technisch gekonnten Lupfer überwand (41.). Der starke Christopher Birke sowie Steve Röhl hatten noch im ersten Abschnitt verheißungsvolle Tormöglichkeiten.

Acht Minuten nach Wiederbeginn der nächste Dämpfer für die Preussen, als Nellessen nach Balleroberung einen Konter zum 1:2 abschloss (53.). Danach machten die Preussen auf. Zunächst musste aber der bereits gelb-belastete Magdeburger Abwehrroutinier Stefan Mensch mit langem Bein gegen Nellessen klären (61.). Niclas Buschke schloss dann aber einen weiteren Durchbruch der Gäste nach Vorarbeit von Phi-lipp Grempler über rechts mit dem 1:3 ab (63.).

Preussen-Trainer Alexander Daul brachte mit Kenny May für Rhode einen zweiten Stürmer, später mit Florian Dethlefsen für Danny Rothe sogar noch einen dritten Angreifer. Birke sorgte mit einem sehenswerten direkten Freistoß aus halblinker Position zum 2:3-Anschlusstreffer für neue Hoffnung (68.), doch blieben die Gäste mit ihren Kontern stets gefährlich.

So testete der eingewechselte Hari Karaterzyan Keeper Ebeling (79.), rettete Patrick Appel mit letztem Einsatz gegen Buschke (80.). Das Stendaler Eigengewächs kam aber doch noch zu seinem zweiten Treffer an diesem Tag, schloss einen Konter über die linke Seite nach abermaligem Zuspiel von Grempler eiskalt zum 2:4-Endstand ab (88.).

"In den entscheidenden Phasen haben wir heute einige Kleinigkeiten falsch gemacht, standen heute auch generell zu hoch gegen die konterstarken Stendaler. Man merkte unserer zwangsweise neuformierten Viererkette doch schon gewisse Abstimmungsprobleme an", so Preussen-Coach Alexander Daul vor dem nun folgenden Spiel am kommenden Samstag beim VfB Sangerhausen.

   

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