Germania Olvenstedt kann sich auf Andreas Bode und Patrick Kohrmann verlassen. Im Spitzenspiel beim HSV Medizin stellten beide erneut ihre Torjäger-Qualitäten unter Beweis und sorgten für einen 2:0-Auswärtssieg. Medizin fehlte die Durchschlagskraft.

LeipzigerStraße l "In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe, wenngleich auch nicht unbedingt auf hohem Niveau. Wir standen gut und hatten einige Chancen. Olvenstedt aber auch", sah HSV Medizin-Trainer René Angerer die erste Spielhälfte. So suchten im Duell Tabellendritter gegen Zweiter beide Mannschaften ihr Heil in der Offensive. Germina Olvenstedt verbuchte einen Lattentreffer, die beste Chance vergaben aber die Mediziner. Andreas Wawilow setzte sich auf der Außenbahn schön durch und brachte den Ball in den Strafraum. In der Mitte wartete Fabian Mußel, der bloß noch einzuschieben brauchte. Mußel geriet aber in Rücklage.

Mit einem 0:0 ging es schließlich in die Kabine. "Unser Plan ging zunächst auf, wir wollte auch die zweite Hälfte so angehen und aus einer sicher stehenden Defensive heraus weiter Nadelstiche setzen. Das hat bis zum Gegentor auch ganz gut geklappt. Danach hatten wir leider nichts mehr entgegenzusetzen", so Angerer. Es blieb bis zur 57. Spielminute ausgeglichen und spannend. Dann schlug das Torjäger-Duo der Germania eiskalt zu. Einen langen Ball in den Strafraum fälschte ein HSV-Spieler unglücklich ab, die Kugellandete vor den Füßen von Andreas Bode. Der Goalgetter hatte wenig Mühe zum 1:0 zu vollenden. Olvenstedt hatte jetzt mehr vom Spiel und trat mit breiter Brust auf. In eine Vorwärtsbewegung des HSV Medizin hinein wurde der Ball erkämpft. Und dann ging es ganz schnell. Über zwei, drei Stationen kam der Ball zu Patrick Kohrmann, der zum 2:0 aus Sicht der Olvenstedter einschob. Die Partie war zu Gunsten der Germania entschieden. "Das Einzige was wir uns vorwerfen müssen ist, dass in der zweiten Halbzeit der Glaube gefehlt hat, zurück schlagen zu können. Olvenstedt hat unsere Fehler gnadenlos ausgenutzt, das zeichnet eine Spitzenmannschaft eben auch aus", erläuterte René Angerer. So sei man als Aufsteiger aber immer noch Dritter, spiele eine überragende Saison. "Wir müssen jetzt schauen, dass wir die Tendenz wieder rumdrehen. Gegen den FC Zukunft steht uns am kommenden Wochenende auch wieder ein hartes Stück Arbeit ins Haus. Wir müssen unsere Tugenden wieder in die Waagschale werfen", blickt der HSV Medizin-Trainer voraus.

HSV Medizin: Brachwitz - Petzoldt, Werner, Schönberg (82. Mai), Wiebe, Worlich, Wawilow (73. Fehse), Mußel (64. Sprenger), Schiel, Platte, Heise

Germania Olvenstedt: Meinecke - Frank, Kohrmann (78. Degener), Bode, Gasch (79. Halbauer), Bauerfeind, Wrage (86. Buch), Rosenberger, Müller, Freiknecht, Puchowka

Torfolge: 0:1 Bode (57.), 0:2 Kohrmann (72.)