Die Bundesliga-Teams pausieren, dennoch liegt vor Magdeburgs Handballteams ein knallhartes Wochenende.

Magdeburg l Während die Bundesliga-Männer des SCM erst wieder am Mittwoch gegen Lemgo gefordert sind, die A-Jugend gar erst am 21. März beim VfL Potsdam wieder ran muss, finden am Wochenende einige interessante Partien statt.

In der 3. Liga Ost der Männer gastieren die SCM-Youngsters am Sonntagnachmittag beim TV Groß Umstadt. "Wir wollen nicht sieben Stunden im Bus sitzen, ohne was mitzunehmen", erklärte SCM-Coach Bennet Wiegert angesichts der insgesamt über 900 Reise- Kilometer nach Südhessen und zurück. Der Tabellen zwölfte hat zuletzt mit einigen überraschenden Ergebnisse aufhorchen lassen, schlug den Tabellendritten Rodgau Nieder-Roden mit 24:22, trotzte Spitzenreiter Elbflorenz Dresden ein 23:23 ab und gewann vor einer Woche beim TSV Burgdorf II mit 39:32.

"Umstadt hatte einige Pro-bleme im Rückraum. Jetzt sind wieder alle an Bord. Aufgrund der Ergebnisse der letzten Auswärtsspiele sehe ich uns nicht unbedingt als Favorit", meinte Wiegert, der durchaus Respekt vor der 3-2-1-Deckung des TV hat. "Die werden wir sicherlich nicht kaputt schießen, doch erwarte ich vor allem, dass sich unsere Leistungsträger zeigen." Damit hat der Coach die erfahrenen Vincent Sohmann und Alexander Saul, aber auch Bruno Zimmermann und Tomacz Gebala im Blick.

Vor einer immens schwierigen Aufgabe stehen die Frauen des BSV 93 am Samstagabend, müssen sie doch in der Mitteldeutschen Oberliga beim souveränen Spitzenreiter SC Markranstädt ran. Die Randleipzigerinnen sind bereits Meister, müssen aber noch in die Aufstiegs-Relegation.

"Wenn wir lange genug mithalten können, haben wir vielleicht eine kleine Chance", hofft BSV-Trainerin Marita Daum, die alles an Deck hat, auf ein ähnlich couragiertes Auftreten ihrer Mannschaft wie bei der bis zum Schluss umkämpften 28:31-Niederlage im Hinspiel Mitte November.

Mit einem überraschenden 27:22-Erfolg beim HC Leipzig starteten die B-Jugend-Mädchen des HSV Magdeburg in das Rennen um die Mitteldeutsche Meisterschaft. Dennoch sind für HSV-Coach Jens Aebi die Leipzigerinnen und auch der Thüringer HC die Favoriten für den Titelgewinn. Beide Mannschaften sind am Wochenende beim HSV zu Gast, der THC morgen um 17.30 Uhr, der HCL am Sonntag um 15 Uhr, jeweils in der Sporthalle der BbS Eike von Repgow am Draisweg.

Bei den Leipzigerinnen spielt mittlerweile Lucien Kretzschmar, Tochter von Stefan Kretzschmar, die bis zum Sommer noch beim HSC 2000 Magdeburg und Trainer Jens Aebi aktiv war. Der meinte nach dem Hinspielerfolg beim HCL: "Wenn wir mit mindestens genauso viel Engagement in die beiden Heimspiele gehen, dann sehe ich für uns durchaus realistische Chancen, gegen die beiden Nachwuchszentren der erfolgreichsten Frauenvereine Deutschlands zu bestehen."