Am 20. Spieltag der Fußball-Landesliga Nord landete der MSV Börde mit dem 2:1 (0:0) gegen den FSV Saxonia Tangermünde den dritten Heimsieg in Folge, festigte auch auf Grund der Bismarker Niederlage in Krevese Rang drei.

Stadtfeld l Vor nur 72 Zuschauern bei nasskaltem, ungemütlichen Wetter brachte Lars Korte den Gast nach 72 Minuten mit 1:0 nach vorn. Mit einem unwiderstehlichen Schlussspurt wendeten Daniel Zoll mit einem direkt verwandelten Freistoß (79.) und David Berlin (84.) nach Vorarbeit von Benjamin Lohse die drohende Heimniederlage noch ab.

In der ersten Hälfte neu-tralisierten sich beide Mannschaften auf dem Kunstrasen an der Harsdorfer Straße. Beide Abwehrreihen standen gut, ließen keine Chancen zu. Der MSV fand dabei gegen die sich permanent "aufmunternden" Altmärker nicht zu seinem Spiel, vertendelte sich oftmals in Einzelaktionen.

In der zweiten Halbzeit bot sich zunächst das gleiche Bild: Fußball zwischen den Strafräumen ohne nennenswerte Torchancen. Dann kam die 72. Spielminute und der Auftritt des gerade eingewechselten Tangermünder Angreifers Lars Korte. Einen bereits abgewehrten Ball schlug der Stürmer fast von der Grundlinie ins rechte obere Eck des Börde-Kastens zum 0:1.

Die Stadtfelder ließen sich aber nicht beirren. Unbeeindruckt setzten sie nach. Auch wenn nicht alles Gold war, J. Spahija rannte sich oft auf seiner Seite fest, erarbeitete sich der MSV jetzt gegen nunmehr nur noch in der Abwehr stehende Gäste auch Chancen. Zunächst verzog aber Zoll mit einem Freistoß knapp, dann fand Lohse in Saxonia-Keeper Ingo Arndt seinen Meister.

Doch in der 79. Minute war es dann endlich so weit. Zoll setzte einen Freistoß flach in das untere rechte Eck des FSV-Tores zum 1:1. Und der MSV setzte nach, wollte unbedingt den Dreier. Als sich dann Lohse freigespielt und sich sehenswert über rechts durchsetzte und nach innen flankte, war Berlin zur Stelle und markierte mit seinem neunten Saison-treffer das umjubelte Siegtor zum 2:1.

"Der Sieg war sicherlich glücklich. Doch das positive daran ist, dass die Mannschaft den späten Rückstand schnell verarbeitet hat und an sich geglaubt hat. Zudem haben wir in der vergangenen Woche recht unglücklich in Bismark verloren und eben diesmal etwas glücklich, aber nicht unverdient gewonnen", meinte MSV-Trainer Tobias Ellrott.

Sein Pendant Martin Gödecke, der den Hockeyplatz als "besseren Baumarkt-Teppich" charakterisierte, meinte: "Wir standen ordentlich in der Abwehr und im Mittelfeld spielten wir auf Augenhöhe. Wir haben richtig gut gekämpft, uns aber dafür nicht belohnt!"

MSV Börde: R. Leonhardt - Sommer, Scheinhardt, Heitmann, Schuller (L. Spahija), Wolff (Wunderling), Zoll, M. Leonhardt, Lohse, Prosovsky (59. Berlin), J. Spahija