Magdeburg l Am Sonntag wurde die neunte Runde der Schach-Oberliga ausgetragen. Beide Magdeburger Teams konnten dabei Siege verbuchen. Während Aufbau Elbe durch ein 5,5:2,5 im Spitzenkampf über die Reserve des USV Dresden die Tabellenführung behaupten konnte, gelang Rochade Magdeburg bei der SG Leipzig II durch ein 5:3 der erste Sieg der Saison. Trotzdem liegen die Elbestädter weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz und müssen um den Klassenerhalt bangen.

Die Grundlage für den ersten Erfolg der Spielzeit überhaupt legte die Mannschaft von Rochade an den Brettern fünf bis acht, wo Kapitän Martin Niering, Ralph Kahe, Laszlo Pesztericz und Edeljoker Mike Stolz jeweils ihre Partien gewinnen konnten. Da fiel es nicht ins Gewicht, dass an den vorderen Brettern durch Jakub Tuma und Youngster Dominik Jäger lediglich zwei Punkteteilungen verbucht wurden.

Durch den wichtigen 5:3-Mannschaftssieg kommen die Magdeburger nun auf vier Punkte und besitzen wieder Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen. Allerdings muss Rochade in der abschließenden Doppelrunde gegen die starken Mannschaften aus Coswig und Hoyerswerda unbedingt nachlegen, um den drohenden Abstieg doch noch zu verhindern.

Die Erfolgsgeschichte von Aufbau Elbe in der Schach-Oberliga geht ebenfalls weiter. Am Sonntag kamen die Magdeburger zu einem ungefährdeten Sieg über die zweite Mannschaft vom USV Dresden, gegen die keine einzige Partie von den Elbestädtern aus Magdeburg verloren wurde. Am zweiten Brett brachte Gordon Andre sein Team in Führung. In einer schönen Angriffspartie setzte er seinen Dresdner Kontrahenten unter Druck, so dass dieser Material opfern musste. In Zeitnot ließ Andre die Zügel etwas schleifen, doch am Ende kam der Magdeburger dann doch noch zum entscheidenden Mattangriff.

Schon ihren sechsten Sieg der Saison feierte Josefine Heinemann für Aufbau Elbe, zumal sie eine Doppelrunde ausgelassen hatte. Nachdem die Damen schnell vom Brett verschwunden waren, konnte die Kaderspielerin in einer Angriffsstellung Material gewinnen. Diesen Vorteil ließ sich Heinemann nicht mehr nehmen.

Jan Wöllermann konnte den Vorsprung der Magdeburger ausbauen, weil sein Gegner einen taktischen Trick übersah und eine Figur verlor. Wöllermann demonstrierte gewohnt souveräne Technik und sorgte für die Vorentscheidung im Mannschaftskampf

An den beiden verbliebenden Brettern besaßen sowohl Tatjana Melamed als auch Maria Schöne leicht vorteilhafte Stellungen, einigten sich letztlich aber mit ihren Kontrahenten auf die Punkteteilungen, so dass am Ende ein deutlicher 5,5:2,5-Sieg über die starke Dresdner Reserve gefeiert werden konnte.

Damit liegt Aufbau Elbe weiterhin auf dem ersten Tabellenrang, der am Ende der Saison zum Aufstieg berechtigt. Das direkte Duell mit Verfolger Plauen, der zwei Zähler Rückstand besitzt, haben die Magdeburger bereits absolviert. Aus der abschließenden Doppelrunde braucht Aufbau Elbe nun möglichst drei Punkte, um ganz sicher erstmals in die Zweite Schach-Bundesliga aufzusteigen.

Rochade Magdeburg: Kuchynka; Tuma 0,5; Jäger 0,5; Horvath; Niering 1; Kahe 1; Pesztericz 1; Stolz 1

Aufbau Elbe Magdeburg: Melamed 0,5; Andre 1; Schöne 0,5; Hansch, K. 0,5; Paul 0,5; Wöllermann 1; Heinemann 1; Hansch, S. 0,5