Das Heimspiel-Wochenende in der Mitteldeutschen Meisterschaft für die weibliche B-Jugend endete für den HSV Magdeburg mit einem 22:21-Erfolg gegen den Thüringer HC und einer 24:26-Niederlage gegen den HC Leipzig.

Stadtfeld (aej) l Im Spiel gegen den Bundesliganachwuchs des amtierenden deutschen Meisters Thüringer HC boten beide Seiten ein wahrlich toll geführtes B-Jugendspiel. Zwei sehr engagierte Mannschaften, viel Tempo, gute Torhüterleistungen auf beiden Seiten und ständig wechselnde Führungen sorgten für eine sehr spannende Begegnung.

Zum Beginn wartete der THC vor allem mit einem guten und dynamischen Passspiel auf, wodurch er zu Recht in Front lag. Aber auch der HSV überzeugte durch gute Paraden von Michelle Pape und eine in der Startphase überragenden Henriette Dreier. So lagen die Gäste beim 4:6 letztmalig mit zwei Toren in Front, ehe die Stadtfelderinnen das Spiel in eine eigene 9:7-Führung drehten. Dieser Vorsprung hatte dann auch bis zum Pausenpfiff (11:9) Bestand.

Auch die zweite Hälfte sollte eine sehr spannende werden. Die Thüringerinnen blieben dran, gingen ihrerseits sogar wieder nach vorn (14:15). Zwar führte dann auch der HSV beim 19:18 (43. Minute) noch einmal, doch vier Minuten vor Schluss, beim Stand von 19:21, sah sich der Gastgeber wieder im Hintertreffen.

Aber Jana Sippel zeigte im Tor nun wichtige Paraden und auch im Angriff spielte man mit viel Übersicht. So ging der HSV am Ende sicherlich etwas glücklich, aber durchaus verdient, als 22:21-Sieger aus der Partie.

In der zweiten Begegnung des Wochenendes traf der HSV auf den HC Leipzig. Auch in dieser Partie wurde für ein B-Jugendspiel ein sehr hohes Tempo an den Tag gelegt. Allerdings war das Niveau bei Weitem nicht so hoch wie am Vortag. Lobenswert war allerdings wie am Vortag die Unterstützung von den Rängen.

So entwickelte sich erneut eine spannende Begegnung. Zuerst ging der HSV mit 3:1 in Front. Doch Leipzig drehte die Partie und führte beim 6:10 und 9:13 sogar mit vier Toren. Aber die HSV-Mädels kämpften und glichen kurz vor der Pause wieder aus.

In der zweiten Halbzeit häuften sich dann die Fehler auf beiden Seiten. Doch die kämpferische Einstellung stimmte. So gingen die Messestädterinnen wieder in Führung, die sie bis zum 24:25 kurz vor Schluss behaupten konnte. Der HSV hatte bei eigenem Ballbesitz dann sogar die Chance zum Ausgleich. Doch wie in der gesamten zweiten Halbzeit schlossen sie auch diesen Angriff viel zu hektisch ab. So kam der HCL sogar nochmal in Ballbesitz und konnte mit dem Schlusspfiff den 26:24-Siegtreffer erzielen.

"Das war schon ein nervenaufreibendes Wochenende", meinte HSV-Trainer Jens Aebi nach dem zweiten Spiel und fügte weiter fort: "Nur schade, dass wir gegen Leipzig unsere Leistung nicht abrufen konnten. Aber wir haben noch alles in eigener Hand und dafür werden wir alles geben. Ein dickes Lob geht an die Mädchen für ihre Einsatzbereitschaft, aber auch an alle Angehörigen, Fans und Freunde, die uns wirklich toll unterstützt haben!"

HSV Magdeburg: Sippel, Pape - Dreier 11/5, Treffkorn, Tornow 1/1, Jahns, Tobies 0/1, Paluszkiewicz 3/6, Podei 1/5, Zieger, Kopmann 2/4, Held 4/2