Alles beim Alten in der Sachsen-Anhalt-Liga der Frauen. Der HSV Magdeburg und der Fermersleber SV führen die Tabelle an, der Magdeburger SV 90 kassiert zu sechst (!) eine Niederlage.

Jessener SV - HSV Magdeburg 12:42

(aej) Auch wenn beim HSV mehrere Stammkräfte fehlten, war der Tabellenerste gegen den Tabellenletzten in der klaren Favoritenrolle. Und dieser wurden Magdeburgerinnen auch von Anfang an gerecht. Obwohl nur zu neunt antretend, bestimmten die Gäste von Anfang an Tempo und Spielgeschehen.

Die eigentliche Feldspielerin Tabea Drews ließ in der ersten Viertelstunde als Torhüterin nur drei Gegentreffer zu und zeigte anschließend auf dem Feld ebenfalls eine gute Leistung, avancierte mit elf Treffern zur besten Torschützin. Dass das Spiel nach 15 Minuten beim 3:11 schon entschieden war, lag auch an Vivien Goldgraebe, die gut Regie führte. Beim Pausenpfiff (6:23) war das Spiel längst entschieden.

Nach dem Seitenwechsel brachte erst eine Auszeit wieder mehr Schwung und gute Ballstafetten ins Angriffsspiel des HSV. Bemerkenswert auf Seiten der Gäste war, dass auch sie bei gerade mal zehn Akteurinnen sieben Nachwuchsspielerinnen eingesetzt hatten.

HSV: Schick 1, Drews 11 - Va. Goldgraebe 4, Vi. Goldgraebe 3, Meineke 4, Falkenberg 5, Lorenz 1, Corfei 6, Podei 7

Gräfenhainichen - FSV24:31

(mmu) Der Fermersleber SV kam trotz personaller Probleme zu einem letztlich deutlichen Erfolg bei der BSG Aktivist Gräfenhainichen. Mit nur einer Wechselmöglichkeit und ohne mehrere Stammspielerinnen, darunter auch alle angestammten Torhüterinnen, war der Sieg aber keineswegs selbstverständlich.

Den besseren Start in die Partie erwischte der Gastgeber, der die anfänglichen Abstimmungsschwierigkeiten der FSV-Abwehr zum schnellen 2:0 nutzen konnte. Der FSV benötigte einige Minuten, um die richtige Abstimmung in der Defensive zu finden. Trotz vieler ungenutzter Wurfmöglichkeiten gingen die Elbestädterinnen mit einer 16:10-Führung in die Halbzeit. Ellen Daul-Acksteiner (6 Tore bis zur Pause) und Christiane Wilke, die für viel Wirbel am Kreis sorgte, taten sich dabei hervor.

In der zweiten Hälfte verwaltete der FSV den Vorsprung, führte Mitte des zweiten Abschnitts mit 23:16 (45.), ließ die Gastgeberinnen aber noch einmal auf vier Treffer herankommen (20:24).

FSV: Meincke - Gottschalk 1, Daul-Acksteiner 6, Wilke 3, Rokowski 3, Engelmann 5, Sauer 1, Schröder 12

MSV 90 - Dessau-Roßlauer SV 23:31

(vs) Die Vorzeichen standen schlecht wie nie zuvor für den Magdeburger SV 90. Durch das abgesagte Hinspiel aufgrund Spielermangels wurde das Rückspiel gedreht und die Lemsdorferinnen mussten ihr eigentliches Heimspiel in Dessau austragen.

Trainer Görlich musste aus verschiedensten Gründen auf Stammspielerinnen wie Lincke, Reß und Pflanz verzichten. Sein Team trat zu sechst an. Sabrina Bartels, ein Fan des MSV, ließ sich einen Pass ausstellen und ging ins Tor, hatte zuvor noch nie Handball gespielt. Sandra Körtge (41) ging mit Schulterverletzung ins Spiel und musste 60 Minuten durchhalten.

Nach einem Fünf-Tore-Rückstand zur Halbzeit (15:10)verkürzten die MSV-Damen noch einmal auf vier Treffer (21:17). Dann überschlugen sich wie schon im Landespokalspiel die Ereignisse, Zuschauer nahmen Einfluss auf die Schiris. Ein grobes Foul an Kracht hätte mit Rot bestraft werden müssen.

MSV 90: Bartels - Kracht 9/6, Zunkel 7/1, Buchholz 2, Barth 5, Körtge