Neue Neustadt l Mit einer gewissen Anspannung geht Tino Beyer, seines Zeichen Präsident des TuS 1860 Magdeburg und Trainer der LandesklasseMannschaft des Vereins, in das heutige Pokalhalbfinale gegen den Ligakonkurrenten HSV Medizin. In der Vorwoche im Kampf um Punkte noch 2:3-Verlierer, wollen die Neustädter heute den Bock umstoßen und zum zweiten Mal in Folge in das Finale des Sporthaus-Sudenburg-Stadtpokales einziehen und den Cup auch erfolgreich verteidigen.

Erst kürzlich hat der 40-jährige Beyer, früher selber einer der gefürchtetsten Stürmer im Land, eine weitere Sprosse auf der Fußball-Leiter erklommen. An der Sportschule Hennef, einer Fußballschule in Trägerschaft des Fußball-Verbandes Mittelrhein, legte er die A-Schein-Prüfung ab, kann jetzt Mannschaften bis zur Regionalliga trainieren. Doch das ist kein Thema, gilt seine Liebe doch seinem jetzigem Verein, dem TuS 1860.

Der gebürtige Magdeburger begann einst bei der damaligen BSG Motor Südost, dem heutigen Fermersleber SV, mit dem Kicken. Über den 1. FC Magdeburg kam er zum TuS 1860 Magdeburg, bei dem er 20 Jahre in der Landesliga und -klasse dem runden Leder nachjagte.

Von 1993 bis 2007 war der heutige Niederlassungsleiter des größten deutschen Personaldienstleisters beim Bund, studierte in diesem Rahmen Sportwissenschaft mit Fußball als Hauptfach, machte während des Studiums bereits seinen C-Schein, dem 2010 in Leipzig der B-Schein folgte.

Die kontinuierliche Entwicklung in seiner fußballerischen Trainerlaufbahn sieht Beyer, der sich eher dem Offensivfußball verschrieben hat, auch als Vorteil für seinen Verein an: "Jetzt können wir beim TuS 1860 selber unsere Trainer aus- und fortbilden!"