In einem vorgezogenen Spiel der Fußball-Verbandsliga trennten sich der MSV 90 Preussen und der VfB IMO Merseburg torlos unentschieden. Es war jedoch ein 0:0 der besseren Sorte mit Torchancen auf beiden Seiten. Auf die Preussen warten jetzt der Pokalknaller gegen Oberligist VfL Halle (Gründonnerstag) und das Punktspiel gegen Ligakrösus FSV Barleben (Ostermontag).

Sudenburg l Die von der ersten bis zur letzten Minute trotz des nasskalten Wetters unterhaltsame Partie zwischen dem punktgleichen Tabellenfünften von der Elbe und dem Rangdritten aus dem Saalekreis hätte auch gut und gerne 3:3 enden können.

Das Spiel begann mit einer Schrecksekunde für die Hausherren, als Keeper Steven Ebeling nach 180 Sekunden den durchgebrochenen Christopher Günther im Strafraum zu Fall brachte, der Pfiff aber ausblieb. Auf der Gegenseite landete eine Ecke von Tobias Tietz auf der Lattenoberkante (6. Minute). So ging es munter weiter. VfB-Stürmer Sebastian Schlorf traf nur das Außennetz (9.), Preussen-Mittelstürmer Philipp Glage scheiterte völlig frei aus fünf Metern an Gästekeeper Christian Bölke (15.), der wie Kapitän Nico Kanitz auch schon für den Halleschen FC aktiv war.

Während sich Tietz beim Zweikampf früh ein blaues Auge holte, wirbelten insbesondere die pfeilschnellen Schlorf und Christopher Luther die Abwehr der Hausherren über die Außenposition immer wieder durcheinander. Rückkehrer Nils Oliver Göres war die dreiwöchige Verletzungspause noch anzumerken.

Ebeling riskierte in der 35. Minute gegen Luther erneut Kopf und Kragen, prallte mit der Nummer 9 der Gäste zusammen und musste in der zweiten Halbzeit mit einer Schulterprellung passen. Der aufgerückte Preussen-Routinier Stefan Mensch scheiterte an Bölke (41.).

Auch nach dem Seitenwechsel ging das muntere "Scheibenschießen" für beide Mannschaften weiter. Gästespieler Steven Vogt jagte die Kugel völlig freistehend über den Kasten (51.), Glage rauschte auf der Gegenseite mit Bölke zusammen (58.). Die Preussen bohrten weiter beharrlich an dem ziemlich dicken Brett namens Merseburg.

Musste Mensch nach seiner Verwarnung aufpassen, wurde ein schöner Freistoß des manchmal zu eigensinnigen Christopher Birke zur Ecke gelenkt (72.). Auch an der nächsten Preussen-Gelegenheit war Birke beteiligt, fand für seinen scharfen Rückpass von der Grundlinie aber keinen Abnehmer (75.). Dann setzte Kanitz einen Knaller aus gut 20 Metern an das Lattendreieck des Preussen-Tores (84.). In den letzten beiden Spielminuten tauchten die Gäste gleich dreimal gefährlich vor dem nun von Dominik Schumann gehüteten Kasten auf, doch zweimal Schlorf sowie Robert Kleßny verfehlten jeweils knapp aus Nahdistanz.

"Das 0:0 ist kein Beinbruch. In der jetzigen Phase ist es auch wichtig, dass die Null steht. Wir nehmen das Positive aus der Partie mit. Jetzt ruht euch einen Tag aus, dann bereiten wir uns Dienstag und Mittwoch auf die nächsten beiden Spiele vor", munterte Preussen-Coach Alex Daul seine Schützlinge noch auf dem Platz auf.

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