In einem Nachholspiel des 21. Spieltages der Fußball-Verbandsliga trennten sich Gastgeber MSV 90 Preussen und Spitzenreiter FSV Barleben vor 302 zahlenden Zuschauern im Heinrich-Germer-Stadion 2:2 (1:1).

Sudenburg l Ex-Preusse Torsten Kühnast, der hochmotiviert in die Begegnung ging, brachte den Gast nach 21 Minuten mit 1:0 in Front. Nur drei Minuten später verwandelte Philipp Glage einen Strafstoß zum 1:1. Nach der Pause war es Kenny May (62.), der eine tolle Vorarbeit von Glage zum 2:1 für die Preussen über die Linie des FSV-Tores brachte. Doch nur zehn Minuten später stellte Marcel Brendel den Endstand her.

Wer aber von den über 300 Besuchern dachte, er würde wie im Hinspiel (1:1) ein rassiges Verbandsligaspiel sehen, sah sich getäuscht. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst nur ab. Keiner wollte den ersten Fehler begehen.

Allerdings auch verständlich, fehlten doch auf beiden Seiten zahlreiche Stammspieler. So mussten die Preussen Nils-Oliver Göres, Christopher Birke, Steve Röhl und Patrick Appel sowie die Barleber Robert Löw, Peter Otte, Philipp Hennecke, Christian Loth, Christian Weiß und Christopher Kalkutschke aus den unterschiedlichsten Gründen ersetzen.

Nach gut einer Viertelstunde die erste gefährliche Aktion der Gäste, doch Kühnast verzog nach Gewusel im Preussen-Strafraum. Doch fünf Minuten später stand es 0:1, als Kühnast nach Flanke von Thomas Hagedorn aus der Drehung zur Gäste-Führung traf. Allerdings begünstigt durch die Preussen-Deckung, die auf Abseits spekulierte.

Doch der Gastgeber brach nicht zusammen. Bereits im Gegenzug hatte Stefan Mensch nach glänzender Vorarbeit von Peter Weber die Chance zum Ausgleich, wurde aber im letzten Moment noch abgeblockt.

Drei Minuten nach der Gäste-Führung sahen sich die nun agiler werdenden Gastgeber belohnt. Christopher Schult brachte Mensch im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Patrick Menz zeigte sofort auf den Punkt. Glage verwandelte sicher zum Ausgleich.

Bis zur Pause boten beide Teams nunmehr ein ausgeglichenes Spiel ohne weitere Höhepunkte.

Nach dem Wechsel hatten die Preussen etwas mehr vom Spiel. Allerdings war von einem Spitzenspiel weiter nicht viel zu sehen. Jedoch hatten die Preussen ja noch den 120-Minuten-Pokalkrimi von Gründonnerstag in den "Knochen". Und trotzdem. Als sich Glage auf der rechten Seiten gekonnt durchsetzte und scharf auf das Tor zog, war May zur Stelle und drückte das Leder über die Linie (62.).

Der Gastgeber war danach weiter das aktivere Team, kassierten aus dem Nichts aber den Ausgleich (72.). Glage hätte dann fast per Kopf nach einer Ecke das 3:2 erzielt, verzog knapp. Auf der Gegenseite traf Marcel Brendel zunächst den Pfosten (77.), dann verzog Alexander Prinz per Kopf knapp (81.). Trotz Gelb-Rot für den Preussen Robert Renger (83.) blieb es beim letztlich gerechten Unentschieden.

"Nach dem schweren Spiel von Donnerstag müssen wir mit dem Ergebnis doch zufrieden sein. Schade ist nur, dass wir unsere dann verdiente Führung durch ein solches Geschenk wieder abgegeben haben. Da fehlte uns wohl auch ein wenig mehr Selbstvertrauen", meinte Preussen-Coach Alexander Daul nach dem Spiel.