Magdeburg l In der Fußball-Landesklasse, Staffel 2, stellt sich nach der dreiwöchigen Pause eine besondere Situation dar: Einzig die zweite Mannschaft der Fortuna tritt am 22. Spieltag außerhalb von Magdeburg an. Das Team von Marco Kilian trifft im Auswärtsspiel auf den SV Groß Santersleben, der im Hinspiel gegen Fortuna II die erste Saisonniederlage kassierte.

Die Magdeburger, die zuletzt zwei Spiele in Folge verloren, wollen beim Spiel am morgigen Sonnabend um 16 Uhr wieder eine Leistung wie beim 5:0-Hinspielsieg abrufen. Die anderen sechs Magdeburger Vertreter der Landesklasse, die in der Elbestadt bleiben und zu drei Derbys antreten, starten zur gewohnten Zeit um 15 Uhr.

Für den TuS 1860 Magdeburg ist das Spiel gegen den SV Arminia das erste Duell nach dem Aus im Pokalhalbfinale gegen den HSV Medizin. Im Stadtpokal raus, in der Liga im Niemandsland der Tabelle: Beim TuS lief zuletzt einiges schief. In den vergangenen drei Spielen ging der Tabellenachte drei Mal als Verlierer vom Platz. Gegen den Stadtrivalen SV Arminia sollen nun wieder drei Punkte her. "Ein Heimsieg ist Pflicht. Wir müssen in den kommenden Partien Punkte sammeln, um den Abstand nach unten zu wahren", so TuS-Trainer Tino Beyer, der wieder mit zahlreichen Ausfällen leben und wohl auch auf A-Junioren-Spieler zurückgreifen muss.

Der SV Arminia hat die Punkte ebenfalls dringend nötig. Für die Elf von Trainer Thomas Tietz geht es in den verbleibenden neun Spielen nur darum, Punkte einzufahren. Aktuell auf Abstiegsrang 14 stehend, fehlen vier Zähler bis zum rettenden Ufer. "Disziplin und Konzentration über 90 Minuten" lautet das Geheimrezept von Tietz für das kommende Spiel. Der Arminia-Coach, der die drei Punkte aus dem Derby mitnehmen will, forderte weiterhin von seiner Mannschaft: "Wir müssen Torchancen kreieren und diese auch verwandeln".

Eine viel positivere Stimmung sollte aktuell beim HSV Medizin herrschen. Der Aufsteiger überzeugt nicht nur in der Liga und steht vor dem 22. Spieltag auf dem dritten Rang, auch im "Sport 39-Stadtpokal" feierte der HSV zuletzt den Einzug in das Finale.

Am kommenden Wochenende steht für die Mediziner ein Gastspiel östlich der Elbe an. Das Team, das seit nunmehr sieben Spieltagen auf dem dritten Tabellenplatz steht, tritt am Sonnabend beim SSV Besiegdas an. Die gastgebende Mannschaft von Coach Sven Machill wartet seit vier Spielen auf einen Sieg und will auch nach dem knapp verlorenen Hinspiel diesmal gegen die Mediziner punkten.

"Punkte einfahren" dürfte auch die Devise des Tabellenzweiten Germania Olvenstedt sein, ist das Team doch aktuell mit einem Spiel weniger nur zwei Punkte vom ersten Rang und Spitzenreiter Kleinmühlingen entfernt. Neun Spieltage vor dem Ende der Saison scheint ein Aufstieg der Germania durchaus möglich. In das Derby beim FC Zukunft nehmen die Olvenstedter den Schwung aus zuletzt fünf Ligasiegen in Folge mit, können aber auch Wiedergutmachung für das jüngste Aus im Stadtpokal leisten.

Für den FC Zukunft gilt es wohl weiterhin, den ersten Dreier gegen Germania überhaupt einzufahren. Noch nie ging die Mannschaft von der Bodestraße in diesem Stadtduell als Sieger hervor.

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