Der MSV Börde gab am 22. Spieltag der Fußball-Landesliga Nord gegen den FC Einheit Wernigerode einen sicher geglaubten Heimsieg in letzter Sekunde noch aus der Hand und konnte Platz drei mit dem 1:1 (1:0) in der Tabelle somit nicht festigen.

Stadtfeld l Dabei begann alles zur vollsten Zufriedenheit des Gastgebers. Der MSV hatte in Hälfte eins Ball und Gegner im Griff und so entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Wernigerode stand mit zwei Ketten tief in seiner Hälfte und hatte Mühe, die Heimelf von ihrem Gehäuse fern zu halten.

So hatte Prosovsky bereits in der dritten Minute die Führung auf dem Kopf, doch verzog er knapp. Der Gastgeber machte weiter Druck und kam dann auch folgerichtig in der 25. Minute zur verdienten Führung: Berlin traf per schönem Volleyschuss ins lange Eck. Der MSV blieb bis zur Pause das spielbestimmende Team, doch weitere Großchancen blieben aus.

Im zweiten Abschnitt passierte das, was auch schon in den vergangenen Wochen zu beobachten war: Der MSV wirkte noch nicht ganz da und nicht mehr so konsequent wie in Hälfte eins. So kam der Gast aus dem Harz zu ersten kleinen Möglichkeiten.

Die Partie verflachte von Minute zu Minute, so das Wernigerode immer mehr ins Spiel fand. Die Ellrott-Elf hatte aber in Folge mehrfach die Chance den Sack zuzumachen, doch weder Benjamin Lohse (61.) noch Liridon Spahija, dessen Schuss noch auf der Linie gerettet wurde (72.), konnten ihre guten Chancen zum 2:0 nutzen.

In der Schlussphase wurde die Partie hektisch und zerfahren. Zudem beherrschten jetzt viele Nicklichkeiten und Freistöße die Szenerie. Doch als Maik Leonhardt in der Nachspielzeit die große Chance hatte, alles klar zu machen, aber mit seinem Foulelfmeter an der Latte scheiterte, nahm das Unheil seinen Lauf. Aus nicht bekannten Gründen beschloss die Schiedsrichterin Elfi Schwander aus drei Minuten Nachspielzeit fünf zu machen und Wernigerode kam in allerletzter Sekunde durch Braitmaier, der völlig frei stehend aus zehn Meter einschieben konnte, noch zum Ausgleich und zu einem Punkt.

MSV Börde: R. Leonhardt - Scheinhardt, Heitmann, M. Sommer, Schuller (76. S. Sommer), Zoll, M. Leonhardt, Wolff (69. L. Spahija), Lohse, Prosovsky (57. Wunderling), Berlin