Die Effektivität machte in diesem Stadtduell den Unterschied. Wieder einmal zeigte sich das Olvenstedter Offensiv-Duo von seiner besten Seite.

Olvenstedt l Dabei dauerte es eine ganze Weile, bis Andreas Bode und Patrick Kohrmann Gefahr ausstrahlten. Zunächst gaben die ersatzgeschwächten Gäste mit ihrer neu formierten Elf den Ton an. In der elften Spielminute tauchte Michel Dolke nach feinem Zuspiel frei vor dem Germania-Tor auf, scheiterte aber ebenfalls knapp. Wiederum nur zwei Minuten später verpasste Niemann erneut die Führung. Den mutig und offensiv aufspielenden Gästen fehlte in der Anfangsphase schlichtweg das Glück im Abschluss. TuS-Trainer Tino Beyer haderte: "Wir müssen eigentlich zur Halbzeit schon mit 3:0 führen. Wir waren deutlich überlegen, machen aber einfach die 100-prozentigen Chancen nicht rein."

Germania wirkte im ersten Durchgang hingegen ideenlos und näherte sich in einer über weite Strecken mäßigen Landesklasse-Begegnung nur selten dem gegnerischen Tor. Bezeichnend war es, dass die erste große Chance der Olvenstedter dem Zufall geschuldet war. Oliver Wrage schlug einen Freistoß aus gut 40 Metern weit nach vorne - der Ball knallte in der 33. Minute gegen die Latte. Ebenfalls gegen den Querbalken flog der Ball kurz vor dem Halbzeitpfiff, als sich Germania-Torjäger Bode erstmals gefährlich zeigte. Der Zehner schlenzte einen Freistoß aus 20 Metern gefährlich Richtung Tor, scheiterte aber am Aluminium.

Das 0:0 zur Halbzeitpause sollte im zweiten Durchgang nicht lange Bestand haben. In der 47. Minute brachte Bode die Gastgeber in Führung. Der Stürmer spielte an der Strafraumkante einen Doppelpass mit Sebastian Gasch und vollendete dann fast aus dem Stand in die obere rechte Ecke. "Wir hatten lange keinen klaren Möglichkeiten, gehen dann aber wieder durch die individuelle Klasse von Bode in Führung", so Germania-Coach Maik Hermann.

Die Olvenstedter waren nach der Führung deutlich sicherer und besser im Spiel. Kohrmann holte mit dem nächsten gefährlichen Schussversuch in der 76. Minute eine Ecke raus, die er schließlich nach der Hereingabe von Bode zum 2:0 verwandelte. Der Stürmer war am langen Pfosten völlig unbedrängt und köpfte die Kugel aus kurzer Distanz ein. Das 3:0 kurz vor dem Ende war fast eine Kopie von der anderen Seite: In der 88. Minute bediente Matthias Meinecke per Eckball den freigelassenen Michael Frank, der für den Endstand sorgte.

Beyer konstatierte: "Das Ergebnis fällt deutlich zu hoch aus." Seine mit vier A-Jugend-Spielern gespickte Elf machte es den Gasgebern aber dennoch lange schwer. "Das war ein krasses Stück Arbeit. TuS hat das über weite Strecken sehr gut gemacht", so Hermann über den Sieg, der für Germania einen weiteren Schritt in Richtung Landesliga-Aufstieg bedeutet: "Das Aufstiegsrennen bleibt weiter spannend."

Germania: Rusche - Meinecke, Müller, Freiknecht, Frank, Kohrmann (90. Dinter), Bode, Gasch, Hallbauer (74. Bauerfeind), Rosenberger (89. Buch), Wrage TuS: Ryll - Kirschner, Meyer, Niemann, Schulz, Dolke, Jahnel, Tewes, Tann, Köppe, Kliche (88. Sprengkamp) Tore: 1:0 Bode (47.), 2:0 Kohrmann (76.), 3:0 Frank (88.)