Bernburg/Magdeburg l Bis fünf Minuten vor Schluss konnten die SCM-Youngsters im Landesderby beim SV Anhalt von einem Sieg träumen, dann drehten die Gastgeber in Überzahl einen 22:23-Rückstand in eine 26:23-Führung, siegten am Ende 26:24 (12:13).

"Unmittelbar nach dem Spielende war ich schon ganz schön unzufrieden, weil wir uns nicht belohnt haben. Heute, mit etwas Abstand, sehe ich das etwas anders, müssen wir nun die richtigen Lehren ziehen, und das Heimspiel am Sonnabend gegen Bieberau gewinnen", erklärte Youngsters-Trainer Bennet Wiegert gestern, gut 45 Stunden nach der zweiten Derbypleite der Saison.

Doch Vorsicht vor dem nächsten Gast, dem Tabellenneunten MSG Groß Bieberau/Modau. Dort verlor die SCM-Zweite das Hinspiel im November mit 28:29, kassierte eine ihrer nunmehr fünf Niederlagen.

"Am Ende haben wir in Bernburg alles probiert, doch kassierten wir auch einige komische Zeitstrafen. In den letzten Minuten waren wir einfach nicht kaltschnäuzig genug", so Wiegert nach der neuerlichen Derbyniederlage beim SV Anhalt. "Auch hatten wir Probleme, Tim Ackermann in den Griff zu kriegen, er hielt Bernburg am Leben."

SCM-Ligaobmann Jürgen Brand sah noch einen weiteren Faktor für den Erfolg des SV Anhalt. "Steffen Cieszynski wurde in der ersten Halbzeit weitestgehend geschont, drehte nach der Pause auf, zeigte viel Übersicht und setzte immer wieder seine Außen, aber auch den Kreis gekonnt in Szene", so Augenzeuge Brand.

Zum Glück für den Tabellenführer SC Magdeburg II verliert Verfolger HC Elbflorenz mit auffallender Konstanz immer mit, unterlag am Sonnabend mit 23:26 bei der HSG Rodgau Nieder-Roden und hat nach wie vor vier Punkte Rückstand. Am vorletzten Spieltag, am 1. Mai, gastieren die SCM-Youngsters beim HC Elbflorenz. Brand: "Ich hoffe doch, dass wir wenigstens noch ein Heimspiel gewinnen. Ansonsten entscheidet der direkte Vergleich." Das Hinspiel gegen den HC gewann der SCM II 34:23.