Berlin/Magdeburg l Die 29. Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) der Behindertenschwimmer, die im 50-m-Becken des Europa Sportparks Berlin ausgetragen wurden, gehen mit 47 Weltrekorden in die Statistik ein. 568 Schwimmer aus 41 Ländern ermittelten in 35 Einzelwettbewerben und sechs Staffelentscheidungen ihre Besten.

Am Start waren unter anderem die Paralympics-Sieger Jessica Long (USA), Maddison Elloit (Australien) und Suzuki Takayuki (Japan). Die IDM gehörten für die Athleten des Behindertensports zu den Wettkämpfen, bei denen die Norm für die Weltmeisterschaften im Juli in Glasgow teilerfüllt werden konnten.

Die Gastgeber, allseits gelobt für die perfekte Organisation, blieben bescheiden im Hintergrund; bei den Rekordjagden und bei den A-Final-Siegern suchte man vergebens nach deutschen Athleten. Nationale Meister wurden zumeist in den Jugendfinals ermittelt, die Weltspitze scheint davon zu schwimmen.

Lina Henriette John und Alexander Bartz vom VSB 1980 Magdeburg verpassten mit jeweils Platz vier über 100 m Brust bzw. 100 m Schmetterling die ersehnte Bronzemedaille. Trotzdem zeigte sich Trainer Florian Giese zufrieden: "Auf allen paralympischen Strecken konnten beide Athleten in die Jugendfinals einziehen. Die Zunahme der nationalem Konkurrenz ist eine erfreuliche Entwicklung, auch wenn gerade Alexanders Traum von der Verteidigung seines dritten Platzes über 50 m Schmetterling geplatzt ist."

Bei den beiden jüngsten Startern des sechsköpfigen Teams sieht Giese ebenfalls großes Potential: "Im nationalen Vergleich werden Pascal Rentsch und Johann Steinhoff auf den Plätzen vier bis sechs in der C-Jugend-Wertung geführt." Im November folgt mit den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Remscheid ein weiterer Höhepunkt.